Feststellung der außergewöhnlichen stadtpolitischen Bedeutung für die Wohnungsbaupotenzialfläche „Buckower Felder“ in Neukölln

Pressemitteilung vom 09.12.2014

Aus der Sitzung des Senats am 9. Dezember 2014:

Zur kurzfristigen Realisierung von Wohnungsbau soll für das Gebiet „Buckower Felder“ zeitnah Planungsrecht geschaffen werden, da die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum von großer Wichtigkeit ist. Der Senat hat dazu heute eine Vorlage von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller zur Festsetzung des Gebietes zwischen Gerlinger Straße, Buckower Damm, der Landesgrenze Berlin – Brandenburg und der östlichen Grenze des Grundstücks Gerlinger Str. 25/29 im Bezirk Neukölln als Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung zur Kenntnis genommen.

Die Potenzialfläche „Buckower Felder“ ist im Stadtentwicklungsplan Wohnen als großer Neubaustandort für die kurzfristige Realisierung bis 2016 dargestellt. Das Areal ist eine der wenigen zusammenhängenden Flächen im Eigentum des Landes Berlin, die aufgrund ihrer Größe einen entscheidenden Beitrag zum dringend erforderlichen Wohnungsneubau in Berlin leisten kann.

Das in einem städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb entwickelte Konzept für die „Buckower Felder“ sieht Geschosswohnungsbau sowie Reihen-, Doppel- und Einzelhäuser vor. Dadurch ist es möglich, differenzierte Wohnungsangebote für die unterschiedlichen Bedarfe zu schaffen. Die geplante Umsetzung des Vorhabens unter wesentlicher Beteiligung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft dient u.a. dem gesamtstädtischen Ziel, den Wohnungsbestand zu erhöhen und einen möglichst hohen Anteil preiswerter Wohnungen sicherzustellen.

Mit der Aktivierung des Areals für den Wohnungsbau kann auch der südliche Berliner Stadtbereich mit dem erforderlichen Wohnraum versorgt werden. Der aus der geplanten Wohnnutzung erwachsende Bedarf an Kindertagesstätten kann innerhalb des Gebietes abgedeckt werden. Die Schulversorgung ist durch benachbarte bestehende Einrichtungen gut abgesichert.

Der Senat Berlin hat im März 2014 den Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2025 beschlossen. Um der Nachfrage an zusätzlichem Wohnraum nachzukommen, benötigt das Land Berlin bis 2025 rund 137.000 neue Wohnungen. Zur Aktivierung des Berliner Wohnbauflächenpotenzials bedarf es dafür u.a. der zeitnahen Schaffung von planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Wohnungsbau.

Die Vorlage wird vor Beschlussfassung durch den Senat nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme unterbreitet.