Städtebauliche Sanierung in Prenzlauer Berg erfolgreich abgeschlossen

Pressemitteilung vom 09.12.2014

Aus der Sitzung des Senats am 9. Dezember 2014:

Der Senat hat heute eines der beiden letzten noch verbliebenen Sanierungsgebiete des Ersten Gesamt-Berliner-Stadterneuerungsprogramms (1993-1995) aus dem Sanierungsstatus entlassen. In dem Gebiet Pankow-Helmholtzplatz sind nach 21 Jahren die Erneuerungsziele erreicht, das Quartier ist städtebaulich deutlich qualifiziert. Auf Vorlage von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller hat der Senat dazu die entsprechende Verordnung erlassen.

Senator Müller: „Mit dem Sanierungsgebiet Pankow-Helmholtzplatz ist in diesem Teil des Prenzlauer Bergs die städtebauliche Sanierung abgeschlossen. In den 1990er und 2000er Jahren befand sich dort der größte zusammenhängende städtebauliche Sanierungsbereich Europas. Die dynamische Entwicklung von sanierungsbedürftigen Quartieren hin zu beliebten citynahen Wohngebieten mit einem attraktiven Stadtbild zeigt die große Leistung aller Akteure.“

Ziel der Maßnahmen im Gebiet Pankow-Helmholtzplatz war vor allem eine familiengerechte Quartiersentwicklung durch die Verbesserung der Infrastruktur und die Aufwertung des öffentlichen Raums.

Das Gebiet ist geprägt durch eine typische Mischung aus Wohnen, Arbeiten und sozialer Infrastruktur. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stieg im Sanierungszeitraum um 20 % von 18.900 auf 22.700 und belegt eindrucksvoll, dass hier inzwischen ein beliebtes Wohnquartier entstanden ist.

82 % der erneuerungsbedürftigen Wohnungen wurden zum Teil mit öffentlicher Förderung umfassend modernisiert und instand gesetzt. Dabei entstanden 2.789 miet- und belegungsgebundene Wohnungen. Etwa 1.270 Wohneinheiten wurden freifinanziert neu gebaut. Durch Grundrissveränderungen im Wohnungsbestand und durch Wohnungsneubau wurden vielfach familienfreundliche größere Wohnungen geschaffen.

In dem sozial durchmischten und für Familien zunächst nur eingeschränkt geeigneten Quartier wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um das Wohnumfeld zu verbessern und die Versorgung mit sozialen und kulturellen Einrichtungen sicherzustellen. Baulücken mit entsprechender Eignung wurden für die Schaffung von bisher fehlenden Grünflächen, Spielplätzen und sozialen Einrichtungen genutzt.
Berlin und der Bund haben insgesamt 264 Mio. € für Investitionen zur Verbesserung der Wohn-und Lebenssituation in diesem Stadtviertel bereitgestellt.