Bürgerbeteiligung wird ausgebaut - Senat beschließt Eckpunkte eines Partizipations- und Kommunikationskonzeptes für die Olympiabewerbung Berlins

Pressemitteilung vom 25.11.2014

Aus der Sitzung des Senats am 25. 11. 2014:

Mit dem Beschluss von Eckpunkten eines Partizipations- und Kommunikationskonzeptes hat der Senat die Weichen für die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Bewerbung Berlins um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele gestellt.

Die Eckpunkte sehen neben weiteren Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit insbesondere Pläne zur Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion zur Fertigstellung des Bewerbungskonzepts vor. Bisher konnten sie bereits im Rahmen zweier Online-Umfragen auf www.berlin.de angeben, was ihnen bei einer möglichen internationalen Bewerbung der deutschen Hauptstadt wichtig wäre. Das Senatskonzept sieht nun vor, dass die Berliner Stadtgesellschaft den weiteren Bewerbungs- und Partizipationsprozess aktiv begleitet und mitgestaltet.

Dazu werden folgende Angebote der Bürgerbeteiligung entwickelt:

Berlin gestaltet Olympia:
Gesamtstädtisch und thematisch orientierte Olympia-Foren. Diese Veranstaltungen sind Orte des intensiven Austauschs und der Information für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die beteiligte Fachöffentlichkeit.

Die Nachbarschaft wird beteiligt:
Olympia-Werkstätten, die lokal (auf Standorte bezogen), sektoral (auf bestimmte Fachthemen bezogen: Verkehr, Nachhaltigkeit, Inklusion, ggf. auch Finanzen) oder auf bestimmte Personengruppen orientiert sind.

Mitreden von zu Hause aus:
Digitale Beteiligungsformen über Internetauftritte, Kurznachrichtendienste wie Twitter oder SMS und moderierte Dialoge ermöglichen den digitalen Zugang zu Informationen, Dokumentationen und Ergebnissen des gesamten Arbeitsprozesses, zu den Kommentaren, die eingebracht wurden, sowie den moderierten Dialog von Bürgern, Senat und beteiligter Fachöffentlichkeit außerhalb von Veranstaltungen.

Im Falle einer Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes im März 2015 zugunsten Berlins werden diese Ansätze weitergeführt und ausgebaut.

Dazu Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit: „Olympische und Paralympische Spiele in Berlin wird es nur dann geben, wenn eine Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner dahintersteht. Seit der Interessenbekundung Berlins beim Deutschen Olympischen Sportbund gibt es in der Stadt eine rege Diskussion zu Chancen und Nutzen von Olympia in Berlin. Das ist auch gut so, denn dem Berliner Senat sind die Meinungen und Anregungen der Berlinerinnen und Berliner wichtig. Sie sind es, die den Prozess entscheidend mitgestalten. Darum ist es richtig, die Beteiligungsmöglichkeiten nun weiter auszubauen.“