Steuerungskreis Industriepolitik besucht den Wissenschafts- und Industriestandort Oberschöneweide

Pressemitteilung vom 20.11.2014

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Steuerungskreis Industriepolitik beim Regierenden Bürgermeister will neue Akzente für die Berliner Industriepolitik setzen. Im Rahmen seiner zehnten Sitzung besuchte das Steuerungs-gremium aus Senatspolitikern sowie führenden Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern am Donnerstag den Wissenschafts- und Industriepark Oberschöneweide. Dabei wurde verabredet, dass innovationsorientierte Themen wie Digitalisierung der Produktion („Industrie 4.0“), der Auf- und Ausbau der Smart City Berlin sowie industrielle Neugründungen aus Hochschulen künftig eine größere Rolle spielen sollen. In diese Richtung soll auch der Masterplan Industrie des Senats fortentwickelt werden.

„Die Berliner Industriebetriebe sind gut aufgestellt. Dank einer hohen Innovationskraft haben sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern können. Daran wird die Berliner In-dustriepolitik künftig noch stärker ansetzen. Mit zukunftsorientierten Themen wie Industrie 4.0 oder Smart City und der dynamischen Gründerlandschaft werden wir den Industriestandort Ber-lin weiter voranbringen“, so der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der den Steue-rungskreis geleitet hat. Der Zukunftsort Oberschöneweide, an dem der Steuerungskreis getagt und im Anschluss an die Sitzung einen Rundgang zu ansässigen Unternehmen und zur Hoch-schule für Technik und Wirtschaft unternommen hat, sei „ein gelungener Beleg für die enge Zu-sammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Gründern“, so der Regierende Bürgermeister weiter.

IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer: “Mit der Einrichtung des Steuerungskreises Industriepolitik hat der Regierende Bürgermeister 2010 die Industrie-Flagge wieder gehisst. Gemeinsam haben wir Projekte wie beispielsweise den Masterplan Industrie, Initiativen zur Bekämpfung des Fach-kräftemangels oder die Initiative für Elektromobilität eMO auf den Weg gebracht. So konnte sich die Industrie in den vergangenen Jahren in Berlin stabilisieren. Dies gilt für die Zahl der Be-schäftigten mit rund 105.000 ebenso wie für die Umsätze, die inzwischen bei rund 22 Milliarden Euro jährlich liegen. Sorgen bereiten uns aber schon seit längerem die Investitions- und die Be-schäftigtenpläne. Auch andere Aufgaben wie beispielsweise die Umsetzung der Energiewende oder die Entwicklung der Zukunftsorte erlauben keine Pause. Deshalb müssen wir sagen: Bei allem, was wir erreicht haben – Zeit zum Ausruhen bleibt keine! Dass Klaus Wowereit die In-dustriepolitik 2010 zur Chefsache erklärt hat, war ein Signal mit besonderer Strahlkraft – dieses sollte der neue Regierende Bürgermeister jetzt neu aussenden. Wir freuen uns dabei auf die Zusammenarbeit!”

Der Steuerungskreis war im März 2010 von Wowereit im Rahmen des Zukunftspakts von Senat, Wirtschaft und Gewerkschaften eingerichtet worden. Die Spitzen der beteiligten Organisationen beschäftigten sich seitdem unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters mit allen Themen, die für den Industriestandort Berlin relevant sind. So hat der Steuerungskreis u.a. insbesondere mit den Themen Berliner Wirtschaftskonferenz, Elektromobilität, Energie, Fachkräftesicherung, In-dustriekampagne, Nachnutzung des Flughafens Tegel und Wirtschaftsförderung wichtige indust-riepolitische Impulse für den Wirtschaftsstandort Berlin gesetzt.