BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 - Grundlage zur langfristigen Steuerung des Wachstums beschlossen

Pressemitteilung vom 11.11.2014

Aus der Sitzung des Senats am 11.11.2014:

Berlin steht vor der Herausforderung, bei wachsender Bevölkerung und steigender Wirtschaftskraft eine hohe Lebensqualität zu sichern und dabei gleichzeitig Freiräume, Kreativität und Offenheit zu erhalten. Um die aktuellen Wachstumseffekte langfristig und nachhaltig zu nutzen, wurde unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein ressortübergreifendes Konzept erarbeitet.

In der heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenator Michael Müller die BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 ein Leitbild für die gesamtstädtische Entwicklung in allen Politikfeldern beschlossen. Bestehende Konzepte und Pläne wurden berücksichtigt. Die Umsetzung wird in einem ressortübergreifenden Steuerungsgremium durch Staatssekretärinnen und Staatssekretäre der Ressorts begleitet.

Basierend auf einer Einschätzung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Herausforderungen und Trends für Berlins Zukunft beschreibt die BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030, welche Ziele die Metropole erreichen will. Die BerlinStrategie soll dabei für die Aktivitäten zur wachsenden Stadt ebenso einen Rahmen bilden wie für den Ansatz, Berlin zu einer führenden Smart City in Europa zu machen.

Die BerlinStrategie benennt acht Strategien zu wesentlichen Politikfeldern. Sie umfassen inhaltlich u. a. die Metropolen-, Quartiers-, Freiraum- und Mobilitätsentwicklung, Wirtschaft und Wissenschaft, Bildung, Kultur, Gesundheit sowie Sport. Unter folgenden Überschriften umfassen die Strategien Ziele und Handlungsfelder, die in den Ressorts verfolgt werden:

• Wirtschaft mit smartem Wissen stärken,
• Mit Kreativität Kräfte freisetzen,
• Bildung und Qualifizierung sichern Arbeit,
• Die Vielfalt der Quartiere stärken,
• Wo Stadt und Grün gemeinsam wachsen,
• Die Weichen zur klimagerechten Metropole stellen,
• Erreichbarkeit und stadtverträgliche Mobilität ausbauen,
• Gemeinsam Zukunft gestalten.

Müller: „Die BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 ist für mich die Grundlage, damit sich Berlin als ökonomisch prosperierende, ökologisch ausgeglichene und kulturell vielfältige Metropole profiliert. Wir nutzen das Wachstum Berlins und sichern die Lebensqualität unserer Stadt. Es ist mir dabei wichtig, dass Berlin eine solidarische Stadt bleibt. Daher haben wir die BerlinStrategie seit Februar 2013 in intensiver Diskussion mit institutionellen und stadtgesellschaftlichen Akteuren erarbeitet. Es war mein Anliegen, nicht nur die Ressorts, sondern auch maßgebliche Akteure der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft, der Kirchen, Verbände und Vereine sowie die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. In der Diskussion über die langfristigen Ziele konnten wir damit ein breites Wissen und vielfältige Perspektiven aktivieren. Auf der Ebene der Gesamtstadt haben wir dabei mit dem Stadtforum 2030 einen neuen Maßstab gesetzt, der fortgeführt wird.“

Die Strategien werden in zehn Transformationsräume definiert. Angesichts der komplexen Herausforderungen können hier in den kommenden Jahren beispielhafte Lösungen zum weiteren erfolgreichen Wandel der Metropole Berlin beitragen. Es handelt sich um:

• Berlin Mitte,
• City West,
• Stadtspree und Neukölln,
• Wedding,
• Berlin TXL,
• Spandau,
• Südwest,
• Schöneweide-Adlershof-BER,
• Marzahn-Hellersdorf,
• Buch.

Müller: „Die BerlinStrategie bündelt Ressourcen auf strategisch wichtige Räume. Dieser Umsetzungsprozess wird durch ein Steuerungsgremium der Staatssekretäre zu begleiten sein. Die zehn Transformationsräume zielen auf die wirtschaftliche Profilierung ebenso wie auf den sozialen Zusammenhalt. Sie sind eine besondere Chance zu zeigen, dass in der Hauptstadt modellhafte Lösungen für komplexe Herausforderungen entwickelt und angewendet werden.“

In die Erarbeitung der BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 haben sich neben des Ressorts und der Bezirke weitere institutionelle Akteure und die Öffentlichkeit mündlich und schriftlich, über BerlinTelegramme oder Stellungnahmen in Stadtforen und Werkstätten eingebracht. Auch Kinder und Jugendliche haben sich über Projekte der kulturellen Bildung mit der langfristigen Entwicklung Berlins auseinandergesetzt und ihre Wünsche an die Zukunft formuliert. Insgesamt haben über 2.500 Interessierte an den Veranstaltungen teilgenommen.

Weitere Informationen und die BerlinStrategie 2030 | Stadtentwicklungskonzept 2030 in Lang- und Kurzfassung unter www.berlin.de/2030