Wowereit verleiht fünften Berliner Wissenschaftspreis

Pressemitteilung vom 19.02.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, verleiht am Mittwoch, den 20. Februar 2013 um 18.30 Uhr im Festsaal des Berliner Rathauses den Berliner Wissenschaftspreis an den Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Horst Bredekamp von der Humboldt Universität zu Berlin. Der Nachwuchspreis wird die Mathematikerin Dr. Nicole Megow von der Technischen Universität Berlin aus den Händen von Senatorin Sandra Scheeres entgegennehmen. (Wort-Bild-Termin). Bereits um 11.00 Uhr führt Wowereit im Amtszimmer ein Gespräch mit dem Hauptpreisträger Horst Bredekamp (Auftaktbilder).

Mit dem Berliner Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters werden in Berlin entstandene hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung geehrt, die in ihrer Umsetzung zu Problemlösungen in Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Wowereit vorab: „Der Berliner Wissenschaftspreis soll exzellente Forschung in der Stadt sichtbarer machen. Zugleich verfolgt dieser Preis einen weiteren Zweck: Nämlich die hervorragenden Perspektiven des Berliner Wissenschaftsstandortes gebührend herauszustellen und damit der aktuellen Entwicklung in Forschung und Wissenschaft mehr Gewicht zu geben.“

Horst Bredekamp ist seit 1993 Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und prägt mit seinen Arbeiten die Berliner Geistes- und Sozialwissenschaften mit Querverbindungen hinein in die Berliner Museumslandschaft. Hier wirkte er maßgeblich an der Konzeption von Ausstellungen im Pergamonmuseum, im Martin-Gropius-Bau und im Humboldt-Forum mit. Der Öffentlichkeit ist er durch seine Expertise zu Fragen künstlerischer, politischer und naturwissenschaftlicher Visualisierungen und seine Theorie des „Bildakts“ bekannt. Für den im Sommer 2012 neu bewilligten Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung – Ein interdisziplinäres Labor“ fungiert Professor Bredekamp als Sprecher. Ziel des Clusters ist der Aufbau eines interdisziplinären Labors, in dem Bilder, Objekte und Wissen als Gestaltungsprozesse untersucht werden, um zu unerwarteten Verbindungen und neuen Erkenntniswegen in den verschiedenen Spezialwissenschaften zu gelangen. Horst Bredekamp gehört heute zu den renommiertesten europäischen Kunsthistorikern der Gegenwart.

Die 36-jährige Nachwuchspreisträgerin Dr. Nicole Megow leitet die Emmy Noether-Nachwuchsforschungsgruppe „Models, algorithms and complexity for scheduling under uncertainty“ im Fachgebiet Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen am Institut für Mathematik der Technischen Universität Berlin. Für ihre Promotion, die sie ebenfalls an der Technischen Universität Berlin angefertigt hat, wurde sie mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Operations Research ausgezeichnet. Der Fokus ihrer Arbeit liegt in der Entwicklung und Analyse effizienter Algorithmen für kombinatorische Optimierungsprobleme bei unsicherer Datenlage. Ihr Forschungsgebiet konnte bereits zu verschiedenen Problemlösungen in der Wirtschaft beitragen. So optimierte sie Produktionspläne in der Stahlindustrie und die Kransteuerung auf einem Container Terminal im Hafen von Sydney.

Der Berliner Wissenschaftspreis wurde zum fünften Mal vergeben – bisherige Hauptpreisträgerinnen oder Hauptpreisträger stammen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, zuletzt die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte und die Informatikerin Prof. Anja Feldmann. Das Preisgeld des Hauptpreises erhält die Institution, an der die wissenschaftliche Leistung erbracht wurde. Das Preisgeld für den Nachwuchspreis erhalten die Ausgezeichneten selbst. Die Preisträger werden von einer namhaften Jury ausgewählt. Diese besteht aus den für Wissenschaft und für Forschung zuständigen Mitgliedern des Senats, dem Vorsitzenden des Technologie- und Innovationsrates des Landes Berlin, dem Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie acht weiteren herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Nähere Informationen zum Berliner Wissenschaftspreis finden Sie unter: http://www.berlin.de/rbmskzl/ehrungen/wp.html

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