Wirtschaftstreffen und politische Gespräche - Wowereit besucht mit Delegation die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar

Pressemitteilung vom 01/30/13

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Zu einem Besuch der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars reist Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit am Samstag in die Golfregion. Begleitet wird der Senatschef von einer fünfundzwanzigköpfigen Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Präsidenten der IHK Berlin, Dr. Eric Schweitzer. Auf dem Programm stehen politische Gespräche und Begegnungen mit Repräsentanten der Wirtschaft vor Ort. Außerdem wollen die mitreisenden Unternehmensvertreter mit Unternehmen aus den Gastgeberländern ins Geschäft kommen. Sie kommen aus den Bereichen Architektur, Städteplanung, Medizintechnik, IT- Technik und der Gesundheitswirtschaft. Auch die Bereiche Wissenschaft und Forschung sind prominent vertreten. So gehören der Präsident der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Günter Stock, und der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Peter-André Alt, ebenfalls zur Delegation.

Erste Station der viertägigen Reise ist Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Dort eröffnet Wowereit am Sonntag in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Nasser Ahmed Al Suwaidi mit einer Rede das Wirtschaftsforum Abu Dhabi, bei dem sich die Berliner Wirtschaft präsentiert. Anschließend sprechen Wowereit und Schweitzer mit dem Wirtschaftsminister über die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Am Nachmittag sind der Regierende Bürgermeister und die Berliner Delegation Gäste in der traditionellen Versammlung „der Majlis“ von Wissenschaftsminister Sheikh bin Mubarak Al Nahyan. Thema ist dann der Ausbau der Kooperation beider Städte in den Bereichen Wissenschaft und Forschung. Am Abend bittet dann der deutsche Botschafter in Abu Dhabi zu einem Empfang anlässlich des Besuchs der Berliner Delegation.

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind wiederum Thema eines Gesprächs, das der Regierende Bürgermeister und der IHK-Präsident mit Außenhandelsministerin Sheikha Loubna Al Qassimi am Montagvormittag führen. Außerdem sind weitere politische Gespräche in Abu Dhabi vorgesehen. Höhepunkt ist das Treffen mit Kronprinz Sheikh Mohammed bin Zayed Al Nayhan.

Am Dienstag setzen der Regierende Bürgermeister und die Berliner Delegation mit einem Besuch der Hauptstadt Katars ihre Reise fort. Auch hier stehen Gespräche über Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftseinrichtungen auf dem Programm. In Doha trifft Wowereit am Dienstagvormittag die Vorsitzende des Katar Museums, Sheikha Mayassa bint Hamad A.-Thani, und informiert sich über die Kooperation von Einrichtungen der FU Berlin mit dem Islamischen Museum. Anschießend führt Wowereit ein Gespräch über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der katarischen Handelskammer, Sheikh Khalifa Al-Thani. Dieses Thema steht auch am Nachmittag im Mittelpunkt eines Gesprächs mit dem Vorsitzender der katarischen Wirtschaftsvereinigung, Sheikh Faisal bin Qassim Al-Thani.

Der Mittwoch steht dann wieder ganz im Zeichen des Wirtschaftsaustauschs. Am Vormittag eröffnet Wowereit in Doha das Wirtschaftsforum für deutsche und katarische Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft vorbereitet wurde. Letzte Station der Reise ist der Besuch der Education City in Doha, wo der Regierende Bürgermeister ein Gespräch mit der Vorsitzenden der Katar Foundation, Sheikha Moza bint Nasser, über die Zusammenarbeit von FU Berlin und der Hamad bin Khalifa University führt. Am Abend reist Wowereit nach Berlin zurück.

Wowereit: „Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit den Delegationsteilnehmern Berlin als boomende Stadt und attraktiven Wirtschafts- und Investitionsstandort präsentieren kann. Auch die Exzellenz unserer Wissenschafts- und Kultureinrichtungen stößt bei unseren Gesprächspartnern auf großes Interesse. Viele Persönlichkeiten der Golfregion sind häufig in Berlin, pflegen Kontakte und stehen in wirtschaftlichem Austausch. In den vergangenen Jahren haben Unternehmen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen unserer Stadt erfolgversprechende Kontakte geknüpft und verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit ihren arabischen Partnern aufgebaut. Unsere Städte wachsen, verändern ihr Gesicht und stehen vor großen Herausforderungen. Mit Ideen und Produkten für eine moderne Stadtentwicklung können wir die Lebensqualität in modernen Großstädten steigern, dabei das Klima schützen und Ressourcen schonen. In den Gesprächen werden wir aber auch auf die aktuellen politischen Entwicklungen in den arabischen Ländern und der Golfregion eingehen und einen offenen Meinungsaustausch führen.“

Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin: „Es ist eine Ehre für mich, die bislang größte Delegation von Unternehmerinnen und Unternehmern aus Berlin bei ihrer Reise nach Abu Dhabi und Doha anzuführen. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar sind in den letzten Jahren in die Riege der wichtigsten Berliner Exportpartner aufgerückt. Beide Länder stellen ihre Wirtschaft mit Milliardeninvestitionen fortlaufend auf eine breitere Basis und benötigen dafür ein weitgefächertes Know-How. Unsere Wirtschaftsdelegation verfügt über die notwendige Expertise und die Kapazitäten, um diesen beeindruckenden Wandel zu unterstützen und dabei große Aufträge zu übernehmen. Aufbauend auf zahlreichen Projekten, insbesondere zwischen Berlin und Abu Dhabi, möchten wir vor Ort deutlich machen, dass die Unternehmen unserer Stadt für innovative Zukunftslösungen, hohe Qualität und Verlässlichkeit stehen.“

Begleitend zur Delegationsreise wird die Hauptstadtkampagne be Berlin in den Gastgeberländern präsent sein. Dazu die Chefin von Berlin Partner, Melanie Bähr: „Berlin Partner nutzt die Gelegenheit, in Katar und Abu Dhabi im Rahmen der Hauptstadtkampagne be Berlin für Berlin zu werben. Wir begleiten den Delegationsbesuch, um auf die kulturelle Vielfalt Berlins, seine Wachstumsperspektiven und auf die Hauptstadt als Investitions- und Wissenschaftsstandort sowie als lebenswerte, internationale Stadt hinzuweisen.”

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