Wowereit in seiner Neujahrsansprache: „Wir wollen erreichen, dass der Aufschwung Berlins für alle da ist“

Pressemitteilung vom 30.12.2013

Achtung, Sperrfristen:

Zeitungen: Frei für Ausgaben am 31. Dezember 2013
Hörfunk: Zitate bzw. O-Ton bis 1 Minute frei ab 1. Januar 2014, 00.00 Uhr
Ansprache in voller Länge für Hörfunk frei ab 1. Januar 2014, 12.00 Uhr
Ansprache in voller Länge für Fernsehen frei ab 1. Januar 2014, 19.55 Uhr

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Berlin steht so gut da wie lange nicht mehr. Das erklärt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in seiner Neujahrsansprache im Hinblick auf die guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten, auf das überdurchschnittliche Wachstum von Konjunktur und Bevölkerung und auf die internationale Anziehungskraft der Stadt. Die positive Entwicklung Berlins spiegelt sich nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters im Wandel der Stadt. Der Zugang zu Bildung für alle, bezahlbare Mieten und Perspektiven auch für Langzeitarbeitslose sind dabei Elemente, die verhindern, dass Menschen von der Entwicklung abgekoppelt werden.

Wowereit: „Wir wollen erreichen, dass der Aufschwung Berlins für alle da ist.“ Solidarität und Zusammenhalt sowie Bürgerschaftliches Engagement sind tragende Faktoren für eine menschliche Metropole.

Ein weiteres Kernthema von Wowereits Ansprache sind das 25-jährige Jubiläum von Friedlicher Revolution und Mauerfall im Herbst 2014. Berlin habe die Wiedervereinigung gemeistert und sich seitdem zu einer weltoffenen, toleranten und kulturell vielfältigen Metropole entwickelt.

Im Folgenden dokumentiert das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin die Neujahrsansprache, mit der sich Wowereit an die Berlinerinnen und Berliner wendet, im Wortlaut:

„Ich hoffe, Sie hatten ruhige und erholsame Feiertage und starten mit Energie in das neue Jahr. Wir können viel Schwung ins Jahr 2014 mitnehmen. Berlin steht so gut da wie lange nicht mehr. Neue Jobs entstehen, die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Wirtschaft wächst.

Und nicht nur die Wirtschaftsdaten zeigen nach oben. Jedes Jahr wächst die Bevölkerungszahl Berlins um mehrere zehntausend Menschen. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Sie zeigt: Berlin ist attraktiv. Berlin bietet Chancen. Und die zugezogenen Berlinerinnen und Berliner fühlen sich sehr wohl in unserer Stadt. Sie alle sind uns willkommen.

Sie sorgen mit dafür, dass die Stadt sich weiter entwickelt und dabei auch verändert. Dass neue wirtschaftliche Perspektiven entstehen, dass sich die Kultur- und Wissenschaftslandschaft weiterentwickelt, kurz: dass Berlin noch vielfältiger und noch spannender wird.

Der Wandel lässt sich am Stadtbild ablesen. Überall entsteht Neues: Wohnraum und Platz für Büros und Betriebe, die Arbeit schaffen. Dieser Wandel ist es nicht zuletzt, weshalb Menschen aus aller Welt heute mit so viel Neugierde und Sympathie auf Berlin schauen.

So wird es auch im neuen Jahr sein. Im Herbst jähren sich dann Friedliche Revolution und Mauerfall zum 25. Mal. Dieses Datum wird weltweit Aufmerksamkeit finden, aber nicht alleine wegen der historischen Bedeutung. Viele werden auch fragen, was Berlin aus seiner einzigartigen Chance gemacht hat.

Die Stadt hat hat sich weiterentwickelt und nicht nur die Wiedervereinigung gemeistert. Berlin hat sich zu einer weltoffenen, toleranten und kulturell vielfältigen Metropole entwickelt. Ich danke allen Berlinerinnen und Berlinern, die diesen Prozess begleitet und an der großartigen Aufbauleistung mitgewirkt haben.

Die Stadt hat sich verändert – und sie wird sich weiter verändern. Wenn das bei manchen Menschen auch die Sorge auslöst, von der positiven Entwicklung abgekoppelt zu werden, dann kann die Antwort nur sein: Wir wollen erreichen, dass der Aufschwung Berlins für alle da ist. Dass zum Beispiel die vielfältigen Bildungsangebote für alle zugänglich sind. Dass die Mieten bezahlbar bleiben. Dass auch Langzeitarbeitslose eine Chance bekommen.

Was unsere Stadt so einzigartig macht, das ist ihre ganz besondere Mischung, die Vielfalt in den Wohnquartieren. Das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Auch für diese Solidarität und Anteilnahme möchte ich Ihnen herzlich danken. Manchmal sind es dabei gerade die kleinen Gesten, die so unglaublich wichtig sind.

Auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt kommt es an, damit Berlin eine menschliche und lebenswerte Stadt bleibt. Das beginnt mit der Aufmerksamkeit füreinander, zwischen Nachbarn oder zwischen Kolleginnen und Kollegen. Und es umfasst auch das Eintreten für Toleranz und Akzeptanz, wo immer Vorurteile geschürt und Minderheiten ausgegrenzt werden sollen.

Mein besonderer Dank gilt dabei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich tagtäglich für andere engagieren. Sie gibt es in nahezu allen Bereichen unseres Zusammenlebens, und sie sind so etwas wie die Seele unseres Miteinanders. Unsere Gesellschaft lebt von ihrem Engagement. Menschen, die alleine sind, die auf Hilfe angewiesen sind oder sich einsam fühlen, sind dafür unendlich dankbar.

Bürgerschaftliches Engagement ist es, was eine menschliche Metropole ausmacht. Gerade in einer Stadt, die sich so positiv entwickelt wie Berlin.

Ihnen allen wünsche ich ein frohes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2014.“