Chef der Senatskanzlei: Das Yaam darf nicht gefährdet werden

Pressemitteilung vom 20.11.2013

Seit mehr als einem Jahr ist bekannt, dass das Yaam, ein Club und viel gelobtes Jugendprojekt, seinen derzeitigen Standort an der Spree verlassen muss. Nachdem sich Berliner Senat, der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Betreiber des Yaam auf eine einvernehmliche Lösung geeinigt hatten, droht dieser Konsens nun an der immer noch fehlenden Zustimmung zum dafür notwendigen Grundstückstausch im Vermögensausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zu scheitern.

Dazu erklärt Staatssekretär Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei: “Das Yaam ist nicht nur ein Club, es ist ein Stück Lebensgefühl in Berlin. Alle Seiten waren sich deshalb schnell einig, dass eine Lösung gefunden wird: Das Yaam erhält einen neuen Standort. Es wäre fahrlässig und bedauerlich, das nun scheitern zu lassen. Das Yaam sitzt auf gepackten Koffern, die Betreiber des Clubs Magdalena sind verunsichert, wann und wo es weitergeht. Ich appelliere deshalb an das Abgeordnetenhaus – und insbesondere an die CDU -, den Umzug nicht zu blockieren.”

Bereits 2012 wurde unter Vermittlung des Chefs der Senatskanzlei ein Kompromiss zwischen den betroffenen Parteien gefunden. Hierfür sollte das Grundstück an der Schillingbrücke, auf dem sich der Club Magdalena in Zwischennutzung befindet, vom Liegenschaftsfonds an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg rückübertragen werden. Bereits im Juli hatte der Senat der Herauslösung des Grundstückes aus dem Liegenschaftsfonds zugestimmt und damit den Weg für eine Lösung freigemacht. Senat und Bezirk einigten sich in den finanziellen Fragen zur Sanierung der Ufermauer. Sogar der Eigentümer des derzeitigen Yaam-Grundstückes ist bereit, mehr als eine halbe Million Euro in die Sanierung zu investieren, um das Yaam einen Umzug zu ermöglichen.

Böhning dazu weiter: “Dieser Kompromiss, der lange und unter kontroversen Bedingungen gefunden wurde, sollte nicht in Frage gestellt werden. Ich möchte daher den Vermögensausschuss bitten, der Rückübertragung des Grundstücks zügig zuzustimmen und den Weg für ein Überleben des Yaams freizumachen.”