Wissenschaftspreis 2013 des Regierenden Bürgermeisters von Berlin verliehen - Wowereit: „Preisträgerinnen unterstreichen die Exzellenz der sozialwissenschaftlichen Forschung in Berlin“

Pressemitteilung vom 13.11.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit verleiht den Berliner Wissenschaftspreis 2013 an die Bildungssoziologin Prof. Dr. Heike Solga, Direktorin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Der Nachwuchspreis geht an die an der Humboldt-Universität forschende Umweltökonomin Dr. Jadwiga R. Ziolkowska.

Der Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters ist die renommierteste Auszeichnung der deutschen Hauptstadt für Wissenschaftler. Er wird seit 2008 für herausragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung verliehen. Wichtiges Vergabekriterium ist der Beitrag der ausgezeichneten Forschungsleistung zu Problemlösungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro erhält die Wissenschaftseinrichtung der Preisträgerin. Der mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchspreis zeichnet hervorragende wissenschaftliche Leistungen kombiniert mit innovativen, kreativen und praxisorientierten Forschungsansätzen aus.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, würdigte die Arbeit von Prof. Dr. Heike Solga und Dr. Jadwiga R. Ziolkowska: „Beide Preisträgerinnen unterstreichen die Exzellenz der sozialwissenschaftlichen Forschung in Berlin, aber auch deren produktive Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen. Berlin ist der Ort in Deutschland, an dem sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse am leichtesten den Weg in gesellschaftspolitische Debatten und Entscheidungen finden. Die Stadt dankt beiden Forscherinnen für ihr Engagement und gratuliert zur Verleihung des Berliner Wissenschaftspreises.“

Prof. Dr. Heike Solga ist Direktorin der Abteilung „Ausbildung und Arbeitsmarkt“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Nach einer Professur an der Universität Göttingen lehrt sie seit 2008 an der Freien Universität Berlin. Gastprofessuren führten sie u. a. an die amerikanische Yale University und die ETH Zürich. Prof. Solga gehört heute zu den profiliertesten Bildungssoziologinnen Deutschlands. Die Frage nach der Entstehung und Verfestigung sozialer Ungleichheit, aber auch der bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Gegenmaßnahmen stehen im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. In Berlin geboren, studierte Prof. Solga noch zu Zeiten der deutschen Teilung an der Humboldt-Universität und war nach der Wiedervereinigung Gründungsmitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Die 32-jährige Nachwuchspreisträgerin Dr. Jadwiga Ziolkowska forscht an der Humboldt-Universität auf dem Feld der Agrar- und Umweltökonomie. Dabei stehen im Mittelpunkt ihres wissenschaftlichen Interesses die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Biokraftstoffproduktion. Promoviert und habilitiert an der Humboldt-Universität, lehrt und forscht Dr. Ziolkowska heute auch an der Universität von Texas.