Planungsrecht für das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das „Haus der Zukunft“

Pressemitteilung vom 13.12.2011

Aus der Sitzung des Senats am 13. Dezember 2011:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans I-211 für das am Kapelle-Ufer zwischen Stadtbahnviadukt und Spree liegende Plangebiet, auf dessen Bauflächen das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie ein Ausstellungs- und Präsentationsgebäude für Zukunftsforschung und -technologien („Haus der Zukunft“) errichtet werden soll, dem Abgeordnetenhaus zur Zustimmung vorzulegen.

Senator Müller: „Der Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und das geplante ‚Haus der Zukunft’ sind zwei weitere bedeutende Bausteine zur Komplettierung des Parlaments- und Regierungsviertels und zur Vervollständigung des Stadtraumes entlang der Spree. Mit diesen beiden Gebäuden wird an einem herausragenden Standort zwischen Kanzleramt, Bundestag, Hauptbahnhof und Charité ein neuer öffentlichkeitswirksamer Ort, an dem Bildung und vor allem Forschung für die Zukunft Deutschlands sichtbar werden, entstehen.”

Der Bebauungsplan umfasst ca. 3,07 ha und setzt Baufläche mit der Zweckbestimmung „Bundesregierung“ fest. Die Margarete-Steffin-Straße, die Straße Kapelle-Ufer und die Unterbaumstraße werden bestandsorientiert als öffentliche Straßenverkehrsflächen bzw. Verkehrsfläche mit der Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ festgesetzt. Die Uferpromenade entlang der Spree, ebenfalls dem Bestand entsprechend, wird damit als Grünfläche „Öffentliche Uferpromenade“ gesichert.

Bisher ist das Ministerium – neben dem Dienstsitz in Bonn – in Berlin an zwei Standorten, in der Hannoverschen Straße und der Friedrichstraße, untergebracht. In zentraler Lage und Nähe zum Bundestag und zum Bundeskanzleramt sollen nun auf dem bundeseigenen Grundstück Kapelle-Ufer/Margarete-Steffin-Straße die Ministeriumsbereiche in einem adäquaten, funktionalen und den Nutzungsanforderungen genügenden Gebäude mit zunächst 350 Arbeitsplätzen zusammengeführt werden. Ergänzend zum Ministerium ist beabsichtigt, im Westteil des Grundstücks ein Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude zu errichten. Dieses soll als Schaufenster für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland und als Dialog-Ort der Wissensgesellschaft gebaut werden.

In dem architektonisch flexiblen Veranstaltungsforum sollen mediale Präsentationen und Veranstaltungen für max. 500 Personen zu Projekten aus Forschung und Entwicklung stattfinden können.

Um eine optimale städtebauliche und architektonische Lösung zu erzielen, wurde für den Ministeriumsneubau ein offener, anonymer und zweiphasiger Bieterwettbewerb durchgeführt. Im Vorfeld der Wettbewerbsausschreibung erfolgte in Abstimmung mit Vertretern der Bundesministerien, deren Beauftragten und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine Festlegung der Rahmenbedingungen, die die städtebauliche Grundlage für die Ausschreibung und die Festsetzungen im Bebauungsplan bilden.

Für das „Haus der Zukunft“ wird gegenwärtig vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ebenfalls ein Wettbewerb vorbereitet, der im nächsten Jahr durchgeführt wird.
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