Wowereit: „Erinnerung an die Mauer wachhalten, damit solches Unrecht nicht wieder geschieht“

Pressemitteilung vom 12.08.2011

Sperrfrist: 13. August 2011, 5 Uhr Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat im Vorfeld der Gedenkfeier zum fünfzigsten Jahrestag des Mauerbaus gefordert, dass die Zeit der Teilung „als wichtige Epoche unserer jüngeren Geschichte breiten Raum im Schulunterricht einnimmt, dass Eltern mit ihren Kindern über ihre Erinnerungen sprechen und dass wir das Gespräch mit Zeitzeugen suchen, die mitten unter uns leben.“ Nur so könne es gelingen, die „Gedankenlosigkeit und auch Unkenntnis in Bezug auf Teilung und Mauerbau“ zu überwinden, sagte Wowereit.

Wowereit weiter: „Der 13. August ist ein Datum, an dem ganz Berlin der Opfer der unmenschlichen Mauer gedenkt und damit auch ein deutliches Zeichen für Demokratie und Freiheit setzt. Ich habe keinerlei Verständnis für eine Relativierung der Schrecken der Mauer – und sei es dadurch, dass man sie immer noch als naturnotwendige Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg hinzustellen versucht. Die Berliner Mauer war und bleibt eine Schande, und das muss deutlich gesagt werden.”

Wowereit warnte vor einer nostalgischen Verklärung der DDR: „Für Unrecht, für die Verletzung der Menschenrechte, für Tote durch Mauer und Stacheldraht gibt es keine guten Gründe. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung wach zu halten und an die nächste Generation weiterzugeben, Freiheit und Demokratie zu pflegen und alles zu tun, damit solches Unrecht nie wieder geschieht.“

Wowereit spricht am Vormittag des 13. August 2011 auf der Gedenkveranstaltung an der Bernauer Straße und legt am Mittag in der Zimmerstraße einen Kranz zu Ehren von Peter Fechter nieder.

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