Wowereit zum Tod von Rudolf Brazda

Pressemitteilung vom 04.08.2011

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat mit Bedauern die Nachricht vom Tod von Rudolf Brazda zur Kenntnis genommen. Brazda war der letzte bekannte Zeitzeuge, der wegen seiner homosexuellen Orientierung im Dritten Reich im Konzentrationslager gewesen war.

Wowereit: „Ich erinnere mich gut an das Gespräch mit Rudolf Brazda, als wir 2008 gemeinsam das Denkmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen besichtigten. Er ist ein Beispiel dafür, wie wichtig die Erinnerungsarbeit für unsere Zukunft ist. Immer weniger Menschen können authentisch und aus eigener Anschauung Auskunft über die Unterdrückung in der NS-Diktatur geben.“

Der 1913 geborene Brazda war erst kürzlich vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy mit dem Orden der Ehrenlegion geehrt worden.

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