Senat verabschiedet Dritten Innovationsbericht - Stärken stärken durch Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft

Pressemitteilung vom 21.06.2011

Aus der Sitzung des Senats 21. Juni 2011:

Die Gemeinsame Innovationsstrategie Berlins und Brandenburgs innoBB, durch Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vorhandene Stärken zu stärken, hat Erfolg. Die Hauptstadt verzeichnet überdurchschnittliches Wachstum und steigende Beschäftigung in den Zukunftsfeldern. Das geht aus dem Dritten Innovationsbericht des Landes Berlin „Berlin-Brandenburg – die Innovationsregion im Herzen Europas“ hervor. Der Bericht wurde heute auf gemeinsame Vorlage des Senators für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, und des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, beschlossen.

Wirtschaftssenator Wolf: „Stärken stärken durch Vernetzung von Wisenschaft und Wirtschaft, und das länderübergreifend: Als Innovationsregion sind Berlin und Brandenburg nicht nur bundesweit, sondern auch auf europäischer Ebene Vorreiter. Der Erfolg ist in Zahlen zu messen: So haben die Zukunftsfelder in Berlin zwischen 2002 und 2008 mit einem Umsatz-Plus im deutschen Metropolenvergleich die höchste Wachstumsdynamik entfaltet. Es entstanden zahlreiche Arbeitsplätze. Wissen schafft Arbeit, wissensintensiven Branchen gehört die Zukunft.“

Wissenschaftssenator Zöllner: „Die Stärke und das Entwicklungspotenzial Berlins liegen vor allem in der ausgeprägten Wissenschaftslandschaft. Die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre wurden in den letzten Jahren durch den landeseigenen Masterplan ‚Wissen schafft Berlins Zukunft’ und die Hochschulverträge entscheidend verbessert. Mit der Einstein-Stiftung Berlin und dem Institut für angewandte Forschung Berlin e.V. haben wir zudem wirksame Instrumente geschaffen, um einerseits exzellente Forschung zu unterstützen und andererseits wissenschaftliche Expertise und Wirtschaftsbedarfe insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen der Region enger zusammenzuführen.“

Der Innovationsbericht stellt die Entwicklung in den fünf länderübergreifenden Zukunftsfeldern Gesundheitswirtschaft, Energietechnik, Verkehrssystemtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik/Medien und Optik dar. Er zeigt die Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität der Berliner Wissenschaft und des Technologietransfers auf, etwa durch Boni auf eingeworbene Drittmittel für Forschungs- und Verbundvorhaben im Rahmen der Hochschulfinanzierung. Ebenfalls vorgestellt werden die Ergebnisse der Evaluierung der Innovationsförderung in Berlin.

Nach einer Studie 1 der Investitionsbank Berlin (IBB) aus dem Jahr 2010 lag in den Zukunftsfeldern Berlins das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum zwischen 2002 und 2008 bei 8,8 %. Dies war nicht nur mehr als im Durchschnitt der untersuchten Städte – neben Berlin wurden Hamburg, München, Köln und Frankfurt/Main betrachtet. Der Umsatzanstieg fiel auch höher aus als in der gesamten Berliner Regionalwirtschaft ( 5,6 %). Auch unterstützt durch die positive Entwicklung der Kompetenzfelder verzeichnet Berlin eine wachsende Erwerbstätigenzahl. Diese nimmt seit 2004 kontinuierlich zu und stieg 2010 um gut 17.000 auf 1,685 Mio. ( 1,0 %, Bund 0,5 %).

Der Innovationsbericht umfasst den Zeitraum seit 2007 und schließt mit der Entwicklung und ersten Ergebnissen der auf dem dritten Innovationsgipfel am 2. Dezember 2010 vorgestellten Gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg – innoBB – ab. Der Bericht wird nun dem Abgeordnetenhaus vorgelegt. Er steht im Internet zur Verfügung unter:
http://www.berlin.de//imperia/md/content/sen-wirtschaft/inno/bericht.pdf

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1 Perspektiven Berliner Kompetenzfelder, Eine vergleichende Analyse ausgewählter Städte und Regionen, September 2010, https://www.ibb.de/portaldata/1/resources/content/download/newsletter/berlin_aktuell/kn_ba_Kompetenzfelder-2010.pdf

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