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Das „Berliner Profil“: Raum für Zukunftstechnologien in Berlin - Senat beschließt Änderung des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms für Tegel

Pressemitteilung vom 12.04.2011

Aus der Sitzung des Senats am 12. April 2011:

Im Jahr 2012 endet der Flughafenbetrieb in Tegel. Die Stadt erhält eine rund 460 ha große Fläche in bevorzugter Lage zur Innenstadt zurück. Berlin will die damit verbundenen Chancen nutzen und planerisch absichern. Deshalb hat der Senat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer der Änderung des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) sowie des Berliner Landschaftsprogramms LaPro) im Teilbereich Nachnutzung Flughafen Tegel zugestimmt.

Senatorin Junge-Reyer: „Berlin gewinnt durch die Schließung des Flughafens Tegel eine hoch attraktive Fläche zurück. Standortaspekte wie Verkehrsinfrastruktur, Lebensqualität und das Angebot an Erholungs- und Grünflächen sowie die Nähe zu Wissenschaft und Forschung sollen diesen Stadtraum prägen. Dort werden die Arbeitsplätze in den Zukunftsindustrien des 21. Jahrhunderts entstehen. Im Norden und Osten planen wir offene Landschaftsflächen, die Anschluss an die Jungfernheide und die Havel haben. Durch die zügige Änderung des Berliner Flächennutzungsplans sowie des Berliner Landschaftsprogramms soll eine Balance zwischen Landschaftsraum, baulicher Entwicklung und Flächenreserven erreicht werden. So entsteht die Grundlage für ein neues ‚Berliner Profil’: Moderne Industrieansiedlungen und Zukunftstechnologien erhalten einen Raum, an dem Wissenschaft und Forschung ihren Platz in einer durch Nachhaltigkeit geprägten Umgebung finden können.“

In einem Werkstattverfahren, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2009 und 2010 durchgeführt hat, wurde diese Profilierung entworfen. Auf bisher fünf Standortkonferenzen haben Planungsteams, Vertreter der Senatsressorts, Bezirksverwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger die Visionen und Leitideen diskutiert und dabei einen Konsens darüber erarbeitet, Tegel als innovativen Standort und Schaufenster von Zukunftstechnologien zu profilieren.

Der Vorschlag zur Änderung des FNP und des LaPro basiert auf der Steuerung der Entwicklung „von außen nach innen“: Schnittstellen mit dem umgebenden Siedlungsraum im Süden und Nordosten sollen zuerst entwickelt werden. Das bedeutet auch eine Nachnutzung der bereits versiegelten Flächen und der Bestandsgebäude. Die ökologisch und stadtklimatisch bedeutsamen Freiflächen sollen mit den umgebenden Stadtquartieren und dem angrenzenden Landschaftsraum verknüpft und teilweise für behutsame Erholungsnutzungen vorbereitet werden. Um flexibel und zeitnah auf Anforderungen der Wirtschaft reagieren zu können und die räumlichen Grundlagen für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen zu schaffen, soll eine zentrale Flächenreserve für zukunftsorientierte Technologien vorbehalten werden.

Der heutige Senatsbeschluss wird dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.
Damit endet das förmliche Planungsverfahren für FNP und LaPro.

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