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„Energiekonzept 2020 – Energie für Berlin“ vom Senat beschlossen

Pressemitteilung vom 05.04.2011

Aus der Sitzung des Senats am 5. April 2011:

Die Zukunftsstrategie für die Energieversorgung des Landes Berlin orientiert sich an den Grundsätzen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit sowie der Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Der Klimaschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, das „Energiekonzept 2020 – Energie für Berlin“ zustimmend zur Kenntnis genommen. Erarbeitet wurde das Konzept im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen von der Berliner Energieagentur.

Senator Wolf: „Während der weltweite Energiebedarf steigt, schwinden die Reserven fossiler Energieträger. Seit Fukushima ist klar: Die Atomenergie birgt unkalkulierbare Risiken. Gleichzeitig sorgt der CO2-Ausstoß für schädlichen Klimawandel. Unser Umgang mit Energie muss sich dringend verändern. Die Hauptstadt stellt sich als moderne Metropole den Herausforderungen einer sicheren, klimafreundlichen und für jeden bezahlbaren Energieversorgung. Berlin hat sich ambitionierte energiepolitische Ziele gesetzt. Der Senat strebt bis 2020 eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mehr als 40 % gegenüber 1990 an. Das Energiekonzept 2020 bildet den Kompass auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energie- und Wirtschaftspolitik. Das Konzept beinhaltet ein Bündel konkreter Maßnahmen auf Landesebene: den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, Effizienzsteigerungen bei der Energieerzeugung sowie Strategien zum sparsamen Umgang mit Energie. Die größten Potenziale für den Ausbau der erneuerbaren Energien gibt es bei Biomasse, gefolgt von Geothermie (Wärmepumpen) und Sonnenenergie. Konkrete Maßnahmen sind die Erschließung von Biomassepotenzialen u. a. auf den Berliner Stadtgütern, der Ausbau der Solardachbörse und die Bereitstellung öffentlicher Dächer für Solarenergie, weitere Klimaschutzvereinbarungen u. a. mit der Wohnungswirtschaft, mit Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor sowie Verkehrsunternehmen, besseres Energiemanagement auf Landes- und Bezirksebene, die öffentliche Beschaffung nach Kriterien der Energieeffizienz und eine Steigerung der Sanierungsrate im Gebäudesektor. Wir setzen bei der Umsetzung des Konzeptes auf ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie privaten Haushalten.“

Das Energiekonzept 2020 zeigt ausgehend vom aktuellen Energieverbrauch (Status Quo) in verschiedenen Szenarien den für das Jahr 2020 erwarteten Verbrauch an Energie in verschiedenen Handlungsfeldern auf: Private Haushalte, Öffentliche und Private Dienstleistungen, Gewerbe, Handel, Industrie und Verarbeitendes Gewerbe sowie Verkehr. Vorausgesetzt wurde dabei, dass in den jeweiligen Bereichen verschiedene Effizienzmaßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung des Strom- und Wärmeverbrauchs (z. B. Gebäudedämmung im Handlungsfeld Private Haushalte, Einsatz von Blockheizkraftwerken) ergriffen und erneuerbare Energien (z. B. Biogas, Erdwärme, Photovoltaik, Solarthermie, etc.) verstärkt eingesetzt werden.

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