Gewinner im Förderwettbewerb „Berlin - Made to Create“ ermittelt: „Evolving Books - Digitaler Mehrwert für Bücher“

Pressemitteilung vom 30.07.2010

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Die Gewinner im Förderwettbewerb „Evolving Books“ der Senatsinitiative „Berlin – Made to Create“ stehen fest. Es ist dies der Berlin Verlag für die Idee der medialen Überarbeitung von Kinderbüchern mittels Digitalisierung und Erweiterung mit interaktiven Komponenten. Hierbei werden insbesondere eine Mitlesefunktion, Audiobeiträge und vertiefende Sachhinweise in Kombination mit Animationen interaktiver Charaktere und Spielabschnitten aus dem Handlungsrahmen des Buches präsentiert.

Der Vorschlag eines virtuellen Chemiebaukastens vom Cornelsen Verlag beschreibt die Verlinkung des klassischen Lehrbuchs mit einem haptisch erlebbaren Periodensystem mittels der „Augmented Reality Technology“. Eine Idee um den relevanten Lernstoff für die Schüler zukünftig in Medien des 21. Jahrhunderts zu transportieren.

Der Vergangenheitsverlag überzeugte mit einem digitalen Stadtführer zur Geschichte und Gegenwart Berlins in Form einer multimedialen Topografie der Stadt. Kernstück sind Inhalte aus Text, Ton sowie Bild und Video am Fallbeispiel des Schlossplatzes. Die anvisierte bedienerfreundliche Darstellung multimedialer Inhalte zeigt hierbei einen ausbaufähigen Projektcharakter auf.

Den Sonderpreis von 5.000 EURO erhält das Berliner Pictoplasma Project. Die Digitalisierung der in ihrer Eigenart beispiellosen Enzyklopädie über reduzierte grafische Figuren, sogenannte Icons, soll hiermit gefördert werden, um dem Anspruch, neue Märkte und Leserkreise auch für Nischenprodukte zu gewinnen, gerecht zu werden.

Wirtschaftssenator Harald Wolf: „Die Landesinitiative Projekt Zukunft fördert und vernetzt die Berliner IT- und Kreativwirtschaft. Die Resultate sind beachtlich: Das Cluster ist in den vergangenen Jahren auf 29.000 Unternehmen mit fast 223.000 Erwerbstätigen und einem Umsatz von über 22 Mrd. EURO gewachsen. Wettbewerbe für die IT- und Kreativwirtschaft werden die bisherigen Förderstrategien ergänzen. ‚Berlin – Made to Create’ – soll dazu beitragen, den Creative Industries in Berlin zusätzliche Impulse zu geben.“

Eine hochrangig besetzte Jury hat aus den Einreichungen die drei Projektvorschläge ausgewählt, für deren Umsetzung pro Projekt max. 25.000 EUR als Zuwendung bewilligt werden. Zudem wird den Gewinnern durch die Vorstellung der Projekte auf der Frankfurter Buchmesse (08.10.2010) sowie im Rahmen des Fachkongresses Homer 3.0 im November 2010 ein Forum geboten. Das gilt auch für den Gewinner des Sonderpreises in Höhe von 5.000 EURO.

Der vierte Förderwettbewerb aus der Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft erlebte erneut großen Zuspruch: 19 Projektvorschläge mit zusätzlich insgesamt 20 Partnern zeigten Vorstellungen zur Weiterentwicklung des digitalen Buches auf. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Unternehmen der Verlagswirtschaft, der Software- und Computerspielbranche sowie auch Unternehmen der Audio- und Filmproduktion zusammen, wobei ein Drittel aus der erstgenannten Gruppe der Verlage und somit aus der ureigensten Buchwirtschaft stammte. Der Konzeption des Wettbewerbs entsprechend, gängige E-Books als lediglich digitale Transformation des Gedruckten um neue Dimensionen zu erweitern, reichten die Vorschläge von Interaktion zwischen Buch und Spiel oder Buch und Lernen bis hin zu Hybridprojekte, die das Buch mit multimedialem Content verbinden und dem Leser digitale Zusatzfunktionen im Text offerierten.

Über Projekt Zukunft
Projekt Zukunft fördert die Zukunftsbranchen der Medien-, IT- und Kreativwirtschaft und vernetzt sie mit Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Durch Strategien, Initiativen und Projekte, Public-Private Partnerships, Veranstaltungen, Informationskampagnen und Publikationen unterstützt Projekt Zukunft technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen und verbessert so die Rahmenbedingungen für die Wachstumsfelder der Stadt. Projekt Zukunft wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Kontakt:
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Referat Kommunikation, Medien, Kulturwirtschaft
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