Ehrennadel für besonderes soziales Engagement verliehen

Pressemitteilung vom 22.06.2009

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Heute um 15:00 Uhr verleiht die Staatssekretärin für Integration und Soziales Petra Leuschner gemeinsam mit der Beauftragten des Berliner Senates für das Bürgerschaftliche Engagement Monika Helbig im Wappensaal des Roten Rathauses an zwölf besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner die “Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement”. Damit ehrt der Berliner Senat den oft jahrzehntelangen Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mitmenschen.

Staatssekretärin Leuschner würdigt deren freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl und dankt den Geehrten: “Ohne den Einsatz der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger würde in unserer Stadt viel an sozialer Wärme fehlen. Kein Staat könnte selbst beim besten Willen und vollen Kassen all das verwirklichen, das in unserer Gesellschaft durch Selbsthilfe und das soziale Ehrenamt vollbracht wird. Wir haben in Berlin die Bedingungen für Bürgerschaftliches Engagement verbessert und können jetzt Ehrenamtlichkeit noch besser fördern. Ich möchte alle ermuntern, sich aktiv zu engagieren und sich an den Frauen und Männern, die wir heute auszeichnen, ein Beispiel zu nehmen. Sie haben in langjähriger ehrenamtlicher Arbeit vieles geleistet, das wir heute besonders würdigen.”

Die in diesem Jahr Ausgezeichneten sind:

Claudia Bechem, 52 Jahre, tätig seit 11 Jahren,
engagiert sich als stellvertretende Außenstellenleiterin des Weissen Ringes für die Belange der Kriminalitätsopfer im Bezirk Spandau, arbeitet in der Kriminalitätsvorbeugung mit Jugendlichen in Schulen, tätig als Opferberaterin in einer Spandauer Oberschule, engagiert tätig im Berliner Konfliktlotsenmodell, hält Vorträge für Senioren, bereitet Gewaltopfer auf den Gerichtsprozess vor, zeichnet sich durch hohe soziale Kompetenz, viel Einfühlungsvermögen und herausragendes Engagement aus.

Annelies Herrmann, 67 Jahre, tätig seit 50 Jahren,
1958 bis 1963 Jugendleiterin im Bund der Katholischen Jugend, 1972-1997 tätig im Kinder- und Jugendbereich der Caritas, seit 1980 im Unionhilfswerk in der Beratung und Hilfeleistung für ältere Mitglieder tätig, seit 1981 in der Sozialkommission Neukölln, seit 1991 im Kuratorium Pestalozzi-Fröbel-Haus, seit 1997 Gründungsmitglied im Verein Gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung, seit 1998 in der Arbeitsgemeinschaft Drogenprobleme e.V., seit 2001 im Vorstand der Vereinigung für Jugendhilfe e.V., seit 2003 im Kuratorium des Ausbildungszentrums für Hotel und Gaststättengewerbe des Internationalen Bundes, seit 2006 in der Fachgruppe ältere Menschen des DPW, seit 2006 im Landesseniorenbeirat, seit 2007 im Sprecherrat des Landesnetzwerkes “aktiv in Berlin”, seit 2008 im Vorstand des Arbeitskreises Berliner Senioren, seit 2008 Gründungsmitglied im Förderverein des Annedore-Leber-Berufsbildungswerks Berlin.

Dieter Kämmerer, 71 Jahre, tätig seit 11 Jahren,
seit 1999 Mitglied einer Sozialkommission, seit 3 Jahren als Vorsteher einer Sozialkommission, seit 1999 in der Seniorenvertretung Neukölln, Vorstandsmitglied des Landesseniorenbeirates für Finanzen.

Karola Kronheim, 65 Jahre, tätig seit 30 Jahren
seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Bereichen der AWO ehrenamtlich tätig, seit 20 Jahren aktiv in der Kleiderkammer des Kreisverbandes, veranstaltet Modenschauen und sammelt Geld zur Unterstützung der Wohngruppen für Behinderte des Kreisverbandes der AWO, stellvertretende Kreisvorsitzende, organisiert verschiedene Veranstaltungen, Mitglied in der FreiwilligenPass Kommission.

Natalie Kulik, 30 Jahre, tätig seit 12 Jahren,
tätig in “Evas Haltestelle”, ein Projekt für wohnungslose Frauen, engagiert in der persönlichen Beratung von Frauen, hilft bei der Wohnungssuche und bei Anträgen, übernimmt in der Winterzeit die Samstagsbesetzung und ermöglicht es somit den Frauen, bei Kälte eine weitere Nacht in der Haltestelle zu verbringen.

Marta Ladwig, 70 Jahre, tätig seit 13 Jahren
tätig im Quartiersmanagement am Kottbusser Tor, organisiert dort die Sommerangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Sie ist mit ihrem umfangreichen Kontaktnetz und ihrer Hilfsbereitschaft Ansprechpartnerin für ihre Nachbarn, engagierte sich für die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt in ihrer Wohnungsbaugesellschaft, tätig im Verein “Brückenschlag” Generationsverbundenes Wohnen e.V., seit 2004 organisiert sie einen Schneiderkurs für Zuwandererfrauen aus verschiedenen arabischen Ländern in ihrer Wohnungsbaugesellschaft, tätig als Bürgerdeputierte und Seniorenvertreterin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, stellvertretende Vorsitzende der AG Migration im Landesseniorenbeirat.
Sie erhielt 2007 für ihr Engagement die Ehrennadel des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.

Martha Lorenz, 86 Jahre, tätig seit 36 Jahren
leitet seit 36 Jahren eine Senioren-Schwimmgruppe, seit einigen Jahren zusätzlich eine Wassergymnastikgruppe. In der Kirchengemeinde leitet sie seit 34 Jahren die damals erste Frauengymnastikgruppe einer Gemeinde. Mit ihren 86 Jahren ist sie ein geschätztes und beliebtes Vorbild für sportliche Aktivitäten in ihrer Generation.

Horst Quaeschning, 84 Jahre, tätig seit 55 Jahren,
bereits von 1945-1953 setzte er sich für Kriegsverletzte, Flüchtlinge und Obdachlose ein,
später wurde er Vorsitzender einer Wohnungskommission, von 1954-1989 in Sozialkommissionsarbeit in Lichtenberg tätig, seit 1989 Vorsitzender in einer Sozialkommission, seit 2005 im Sozialwerk Berlin, bemüht sich seit einigen Jahren um die Kooperation zwischen dem türkischen Pflegeheim “Türk Bakim Evi” und dem Pflegeheim “Haus Jahreszeiten”.

Helga Thurmann 72 Jahre, tätig seit 37 Jahren,
seit 1972 in einer Sozialkommission in Spandau tätig, neben ihrer beruflichen Tätigkeit organisierte sie einen Nachbarschaftstreff für Senioren, den sie aktiv für Migrantinnen und Migranten vorwiegend aus Osteuropa öffnete, engagiert sich in der Nachbarschaftshilfe, unter anderem mit täglichen Besuchen bei einer demenzkranken Frau, unterstützt Migranten bei Anträgen, betreut eine ehemalige Kollegin im Alltag. Sie gründet derzeit ein Senioren-DRK als Plattform für Mitarbeiter des DRK im Ruhestand, die Hilfe geben können oder selber Hilfe benötigen.

Ludwig Wast, 80 Jahre, tätig seit 20 Jahren,
Gründungsmitglied des Landesverbandes Berlin der Angehörigen psychisch Kranker e.V.,
tätig in verschiedenen Gremien des Bezirkes, ehemaliges Mitglied im Landespsychiatriebeirat,
leitet Selbsthilfegruppen für Angehörige, gilt als beständiger Akteur in der psychosozialen Szene des Bezirks Spandau.

Jutta Wegner, 68 Jahre, tätig seit 14 Jahren,
Nach dem Tod ihres Sohnes war sie zwei Jahre lang als “emotionale Begleiterin” bei der Berliner Aids-Hilfe tätig, seit 1997 ist sie als Teamleiterin im Krankenhausbesuchsdienst “Freunde im Krankenhaus” tätig, richtet dort einen wöchentlichen “Kaffeeklatsch” für Patienten aus und ist eine anteilnehmende Gesprächspartnerin für die Patienten. Daneben hilft sie im Verein “Berliner Polizisten helfen” bei der Organisation von Hilfstransporten nach Osteuropa.

Sabine Wüstner, 39 Jahre, tätig seit 11 Jahren,
tätig im Hospizdienst, begleitete mit viel Einfühlungsvermögen mehrere Aids-Kranke mit schweren hirnorganischen Einschränkungen, denen sprachliche Kommunikation nicht möglich war.

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