Über den Dächern von Berlin: Größtes Solarstromprojekt der Stadt offiziell eingeweiht

Pressemitteilung vom 07.07.2009

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Unter dem Motto „In der Sonne liegt die Zukunft“ wird heute das größte Solarstromprojekt für Berlins Dächer offiziell eingeweiht. Auf 14 Dächern öffentlicher Gebäude in 4 Berliner Bezirken sind in den vergangenen Monaten im Rahmen des Projekts Solarstrompark Berliner Schulen Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 900 Kilowatt installiert worden. Zu den quer über das Stadtgebiet verteilten Objekten gehört neben 13 Schulgebäuden und Sporthallen auch das Rathaus Kreuzberg.

Umweltsenatorin Katrin Lompscher wird ab 16:00 Uhr in der Friedensburg-Oberschule in der Goethestr. 8 – 9 in 10623 Berlin an der Eröffnung teilnehmen. Sie freut sich über das klimafreundliche Signal: „Erstmals sind in einem Klimaschutzvorhaben mehrere Bezirke zusammengekommen und haben dem Investor ihre Schuldächer zur Verfügung gestellt. Dies ist wichtig für den weiteren Ausbau der Solarenergie und die Kooperation über unsere Solardachbörse. Die neuen Anlagen werden über mindestens 20 Jahre sauberen Solarstrom ins Berliner Stromnetz einspeisen und damit einen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes leisten. Ich hoffe, andere Bezirke werden dem guten Beispiel folgen.“

Sebastian Preuß vom Projektentwickler und Investor 30°-SOLAR ist stolz auf die Größe des Projekts: „Die Photovoltaikanlagen bringen – zusammen mit den drei in den kommenden Wochen noch zu installierenden Anlagen – im Endausbau Solarstrom mit einer Spitzenleistung von knapp 1,1 Megawatt, das ist fünfmal mehr als Berlins derzeit größte Einzelanlage. Durch den ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom von jährlich ca. einer Million Kilowattstunden können über die nächsten 20 Jahre 220 Vier-Personen-Haushalte umweltfreundlich versorgt und so CO2-Emissionen von gut 650 Tonnen vermieden werden.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die pädagogische Komponente: Durch Infotafeln und Displays in den Schulfoyers sollen die Schülerinnen und Schüler anschaulich über den Zweck und die Ertragswerte der Photovoltaikanlagen informiert werden. Darüber hinaus wird es für die Solarfreaks unter ihnen künftig auch möglich sein, im Rahmen des Physikunterrichts oder Arbeitsgemeinschaften noch mehr über die Funktionsweise der Anlagen auf dem eigenen Schuldach zu erfahren.

Die Solardachbörse des Senats stellt Investoren Dächer öffentlicher Gebäude mit einer Dachfläche von rund 219.000 Quadratmetern zur Installation von Solarstromanlagen zur Verfügung. Die Solardachbörse ist eine Maßnahme im Rahmen des Landesenergieprogramms 2006 – 2010.

Rückfragen:
Dr. Marie-Luise Dittmar
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