Die Oder-Partnerschaft gewinnt weiter an Fahrt

Pressemitteilung vom 05.11.2008

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister Harald Wolf verständigte sich heute in Posen mit seinen deutschen und polnischen Kollegen über die nächsten Schritte der Zusammenarbeit

[[/sen/wirtschaft/region/index.html|„Grenzen trennen – Die Oder verbindet“]]: Unter diesem Motto startete im April 2006 das ehrgeizige deutsch-polnische Vorhaben, die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit den westpolnischen Wojewodschaften Westpommern, Großpolen, Lebuser Land und Niederschlesien zu einem international wettbewerbsfähigen Kooperationsraum im Herzen des vereinten Europas zu entwickeln.

Harald Wolf: „Spätestens mit dem EU-Beitritt Polens 2004 haben wir mit den westpolnischen Regionen und ihren Metropolen Stettin, Posen und Breslau neue Nachbarn gewonnen, deren Wirtschaft sich mit einer beeindruckenden Dynamik entwickelt. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unserer grenzüberschreitenden Initiative der Oder-Partnerschaft die vielfältigen Potentiale und Stärken zu einem leistungsfähigen Regionalverbund verknüpfen: Ob Metropole oder ländlicher Raum, ob Industrie- oder Dienstleistungsstandort, ob Küste oder Mittelgebirge – gemeinsam sind wir in Europa attraktiv.“

Mit dem politischen Spitzentreffen in der Hauptstadt der Region Großpolen (Wielkopolska) wurden heute die Eckpunkte für die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit vereinbart. Teilgenommen haben die Ministerpräsidenten Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens, die gewählten Marschälle und die Wojewoden unserer polnischen Partnerregionen, die Präsidenten der Städte Landsberg/ Warthe, Stettin, Posen, Breslau und Grünberg sowie Repräsentanten des Auswärtigen Amtes und des polnischen Außenministeriums. Für Berlin nahmen Bürgermeister Harald Wolf und die Europabeauftragte des Landes, Staatssekretärin Monika Helbig, an dem durch Offenheit und Ergebnisorientierung geprägten Treffen teil.

„Wichtig ist jetzt, dass wir unseren gemeinsamen Kooperationsraum mit Leben erfüllen. Ob Wirtschaft, Verkehr, Kultur oder Wissenschaft: Wir werden uns regelmäßig auf allen politischen Ebenen über die Fortschritte austauschen und neue Initiativen anregen. Gleichzeitig ist klar: Eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit kann nur gelingen, wenn wir zunächst den Zustand der grenzüberschreitenden Straßen- und Bahnverbindungen verbessern. Es kann nicht sein, dass der Zug für rund 300 km von Berlin über Cottbus nach Breslau nach wie vor 6 Stunden benötigt. Beiden Seiten haben hier Nachholbedarf! Um effizient arbeiten zu können, wollen wir in der Oder-Partnerschaft starre Kooperationsstrukturen auf der Verwaltungsebene vermeiden.

Vielmehr werden die relevanten Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft themen- und aufgabenbezogen eingebunden. Europäische Förderinstrumente wie INTERREG werden uns helfen, die Kooperationsprojekte zu finanzieren“, betonte Harald Wolf.

Der Ko-Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit, Botschafter Rolf Mafael, unterstreicht: „Die der Oder-Partnerschaft zugrunde liegende Idee der Bildung von Netzwerken zu den Projekt- und Themenbereichen ist ein moderner Ansatz, der eine dynamische Entwicklung fördern soll.“

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