Weihnachtsansprache: Wowereit fordert zu Rücksicht und Hilfe auf – 2008 gutes Jahr für Berlin

Pressemitteilung vom 23.12.2008

Bitte beachten Sie folgende Sperrfristen:
Zeitungen: Frei für Ausgaben am 24. Dezember 2008
Hörfunk: Zitate frei ab 24. Dezember 2008, 00.00 Uhr
O-Ton im Ausschnitt frei ab 24. Dezember 2008, 13.00 Uhr

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der solidarische Zusammenhalt unter den Menschen macht Berlin zu einer lebenswerten Stadt. Das erklärte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in seiner Weihnachtsansprache. Dazu, so der Regierende, könne jede Berlinerin und jeder Berliner täglich einen eigenen Beitrag leisten. Gesellschaftlicher Zusammenhalt lasse sich schon im Alltag leben: “Indem man hinschaut und Hilfe holt, wenn andere Menschen in Not sind oder bedroht werden. Indem man Rücksicht nimmt auf ältere Menschen und auf Kinder.”

2008 sei insgesamt ein gutes Jahr für die Stadt gewesen, betonte Wowereit. Es habe wichtige Weichenstellungen gegeben, der Regierende Bürgermeister nannte u. a. den sichtbaren Baufortschritt beim Flughafen Berlin Brandenburg International. Die Wirtschaft sei weiter gewachsen und auch am Arbeitsmarkt gehe es spürbar aufwärts. Das gebe Zuversicht auch für die Überwindung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise. Neben neuen Ideen und hohem Bildungsniveau sei es jedoch auch der solidarische Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern, der dazu beitrage, die Krise zu überwinden.

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Im Folgenden dokumentiert das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin die Weihnachtsansprache Wowereits im Wortlaut:

“Liebe Berlinerinnen und Berliner, Weihnachten ist das Fest der Familien, der Freude und Besinnlichkeit. Die Menschen rücken eng zusammen. Wir erleben an den Festtagen in besonderer Weise den Wert menschlicher Nähe und gemeinschaftlichen Zusammenhalts.

Aber wir wollen nicht vergessen, dass auch an Weihnachten viele Menschen Einsamkeit und Not leiden. Es sind Menschen, die keine Arbeit haben, die krank sind, sich um Angehörige sorgen oder allein sind. Ihnen gilt unsere besondere Anteilnahme. Und mein Dank gilt jenen Berlinerinnen und Berlinern, die auch an den Festtagen für andere da sind.
Immer mehr Menschen in unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich.
Ich denke zum Beispiel an Tausende Berliner Lesepaten, die an Kitas vorlesen oder lernschwachen Schülern beim Lesenlernen helfen. Ich denke gerade jetzt auch an die Helferinnen und Helfer der Berliner Kältehilfe. Sie sorgen dafür, dass obdachlose Berlinerinnen und Berliner eine warme Mahlzeit bekommen und nicht frieren müssen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt lässt sich schon im Alltag leben. Indem man hinschaut und Hilfe holt, wenn andere Menschen in Not sind oder bedroht werden. Indem man Rücksicht nimmt auf ältere Menschen und auf Kinder. Indem man freundlich und hilfsbereit ist gegenüber Menschen, die fremd sind in unserer Stadt. Solidarischer Zusammenhalt macht Berlin zu einer lebenswerten Stadt. Dazu kann jede Berlinerin und jeder Berliner einen Beitrag leisten, täglich neu.

Wenn wir zurückschauen auf das zu Ende gehende Jahr, dann können wir mit vielem zufrieden sein. Berlin hat 2008 eine gute Entwicklung gemacht. Die Wirtschaft ist weiter gewachsen. Auch am Arbeitsmarkt ging es spürbar aufwärts. Das gibt uns Zuversicht. Gewiss: Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise werden auch Berlin treffen. Aber wir haben uns in den vergangenen Jahren auch weiterentwickelt. Unsere Berliner Wirtschaft ist stark mit kreativen Ideen – und die sind jetzt gefragt. Ich bin sicher: Neue Ideen, hoher Bildungsstand und solidarischer Zusammenhalt werden helfen, auch diese Krise zu überwinden.

2008 war ein Jahr wichtiger Weichenstellungen in und für Berlin. Der Bau des neuen Großflughafens in Schönefeld macht sichtbar Fortschritte. Für den Bau des Humboldt-Forums auf dem Schlossplatz ist jetzt der Weg frei. Und für das Gebiet um den Hauptbahnhof steht die Planung. Wir wollen, dass dort ein faszinierendes neues Stadtquartier entsteht – zum Wohnen und Arbeiten, mit viel Kunst und Kultur.

So wird Berlin eine noch lebenswertere Stadt. Bereits jetzt leben 89 Prozent der Berlinerinnen und Berliner gerne in Berlin – das ergibt eine aktuelle Studie der Hertie-Stiftung. Die Menschen fühlen sich in Berlin wohl und kommen gut miteinander aus.

Wir sind uns der positiven Werte gewiss, die unser Zusammenleben prägen: ein gutes Familienleben, eine vertrauensvolle Partnerschaft und guter Kontakt zu anderen Menschen. Auf dieser gemeinsamen Grundlage engagieren wir uns. Im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis und in der Gesellschaft insgesamt.

Ich hoffe, Sie können nun ein paar ruhige und besinnliche Feiertage genießen und Kraft schöpfen für das, was vor Ihnen liegt. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.”

Hinweis: Die RBB-Hörfunkwelle 88,8 sendet die Weihnachtsansprache am 24. Dezember 2008 um 13 Uhr in voller Länge. TV Berlin strahlt die Ansprache um 18 Uhr in voller Länge aus.

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