Übergabe der ersten Infostelen zur Berliner Mauer

Pressemitteilung vom 11/05/07

Kulturstaatssekretär André Schmitz und Ministerialdirektor Prof. Hermann Schäfer vom Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung sowie Pfarrer Manfred Fischer für die Gedenkstätte Berliner Mauer übergeben am

Donnerstag, dem 8. November um 12 Uhr am Potsdamer Platz/Ebertstraße

eine der sieben zum 9. November 2007 fertiggestellten Infostelen des zentralen Informations- und Orientierungssystems Berliner Mauer der Öffentlichkeit.
Weitere Standorte sind:
· der ehemalige Grenzübergang Bornholmer Straße,
· Bernauer Straße/ Gedenkstätte Berliner Mauer
· Ebertstraße / Deutscher Bundestag
· Niederkirchnerstraße,
· Checkpoint Charlie,
· East-Side-Gallery

Bis Ende des Jahres werden drei weitere Infostelen am Nordbahnhof, am ehemaligen Grenzübergang Oberbaumbrücke und am Hauptbahnhof (Kapelleufer) aufgestellt sein. Zwei weitere am Brandenburger Tor und am Tränenpalast sollen das Orientierungssystem ergänzen, sobald dort die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Das Informations- und Orientierungssystem Berliner Mauer basiert auf einem Entwurf der Designerinnen Helga Lieser, Dagmar von Wilcken und Gudrun Haberkern. Der in einem konkurrierenden Auswahlverfahren favorisierte Entwurf sieht Informations-
stelen vor, die als 3,60 Meter hohes Zeichen Orte auf dem historischen Mauerverlauf markieren, die auf besondere Weise mit der Geschichte der Berliner Mauer verbunden sind. Die quadratischen Stelen bestehen aus drei rostigen und einer polierten Stahlseite mit einem umlaufenden und erleuchteten Informationsfenster.

Anhand von Karten, Graphiken, Text und Fotos wird über die Mauerorte in der näheren Umgebung informiert und auf die nächstgelegenen Mauerorte hingewiesen. In acht Sprachen werden Interessierte so zur Thematik „Berliner Mauer“ durch die Stadt navigiert. Das 250.000 Euro teure Informations- und Orientierungssystem wird aus EU-Mitteln (EFRE) des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des Landes Berlin realisiert. Mit der Projektleitung und der inhaltlichen Recherche ist das Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. beauftragt.

Das zentrale Informations- und Orientierungssystem dient dazu, die Berliner Mauer als historisches Ereignis aktuell in der Stadt erlebbar werden zu lassen. Damit ist ein weiterer Baustein des „Gesamtkonzeptes Berliner Mauer“ umgesetzt, der auf die meistgestellte Frage „Wo war eigentlich die Mauer?“ Antwort geben kann.

Zu diesem Kommunikationskonzept gehören außer den Infostelen auch die bisher 30 Informationstafeln der Geschichtsmeile Berliner Mauer, der auf dem ehemaligen Grenzverlauf angelegte Berliner Mauerradweg, die Markierung des innerstädtischen Mauerverlaufs durch die Doppelpflastersteinreihe im öffentlichen Straßenland, der Hinweis auf Mauerorte durch das blaue touristische Wegweisersystem und das Internetportal www.berlin.de/mauer, das u.a. einen virtuellen Überflug über die gesamte Mauerstrecke ermöglicht.

Im Frühjahr nächsten Jahr sollen mit dem Multivisionsguide zur Berliner Mauer, einer Open air- Ausstellung am Checkpoint Charlie und dem zeitgeschichtlichen Portal im künftigen U-Bahnhof Brandenburger Tor weitere Elemente des 2006 vom Senat verabschiedeten Gedenkkonzeptes Berliner Mauer umgesetzt werden.

Kulturstaatssekretär André Schmitz: „ Die Übergabe der ersten Infostelen ist auch ein Zeichen dafür, wie zügig Berlin zusammen mit dem Bund an der Realisierung des 2006 vom Senat verabschiedeten Gedenkkonzeptes zur Berliner Mauer arbeitet. Ich bin optimistisch, dass bereits zum 20. Jahrestag des Mauerfalls 2009 die wesentlichen Elemente des Gedenkkonzeptes umgesetzt sein werden.“

Weitere Infos unter 90 228 540 oder Rainer.Klemke@senwfk.verwalt-berlin.de

Rückfragen:
Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@senwfk.verwalt-berlin.de