Stadtmuseum erhält ein neues Zentrum

Pressemitteilung vom 17.10.2007

Das Märkische Museum und das gegenüber liegende Marinehaus sollen künftig den zentralen Standort der Stiftung Stadtmuseum Berlin bilden. 36,5 Millionen Euro sollen für den Ausbau und die Ausstattung beider Gebäude aufgewendet werden, von denen 23,8 Millionen Euro auf das Marinehaus und 12,7 Millionen Euro auf das Märkische Museum entfallen.

Kulturstaatssekretär Schmitz: „Wenn das Parlament zustimmt, haben wir hier eine großartige Investition in die Berliner Kulturlandschaft auf den Weg gebracht. Die Stiftung Stadtmuseum erhält so die einmalige Chance, sich deutlicher in der vielfältigen Museumslandschaft Berlins zu präsentieren und vor allem die für viele Berliner und Touristen interessante Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts stärker als bisher herauszustellen.“

Im Marinehaus, dessen historische und denkmalwürdige Substanz erhalten und, soweit sie mit einer modernen musealen Nutzung vereinbar ist, rekonstruiert werden soll, wird ab 2012 die von der Öffentlichkeit besonders nachgefragte Berliner Geschichte des 20. Jahrhunderts auf ca. 3000 qm Ausstellungsflächen präsentiert werden. Die Sanierung des Märkischen Museums folgt 2012/13.

Die Stiftung kann im Gegenzug fünf Standorte in der Brüderstraße (Galgenhaus, Nicolaihaus), der Poststraße (Verwaltung), der Wallstraße (Sammlung Kindheit und Jugend) und der Schlossstraße (Naturwissenschaftliche Sammlung) aufgeben und deren Beständen im Märkischen Museum konzentrieren.

Damit wird sich die Stiftung Stadtmuseum künftig an sieben Standorten präsentieren. Diese sind – abgesehen vom Schloss Friedrichsfelde und dem Museumsdorf Düppel – in Mitte konzentriert und umfassen neben dem Marinehaus und dem Märkischen Museum, das Nikolaiviertel mit der Nikolaikirche, dem Knoblauchhaus und dem Ephraim-Palais.

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