Über den Dächern von Berlin: Größtes Solarstromprojekt der Stadt startet

Pressemitteilung vom 10.07.2007

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Heute wurde das größte Solarstromprojekt für Berlins Dächer der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf bis zu 24 Dächern öffentlicher Gebäude in 6 Berliner Bezirken sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Die 30°-SOLAR GmbH hat als Investor für das Projekt Solarstrompark Berliner Schulen jetzt die ersten Mietverträge abgeschlossen. Zu den quer über das Stadtgebiet verteilten Objekten gehört neben Schulgebäuden auch das Rathaus Friedrichshain-Kreuzberg.

Der Staatssekretär der Senatsumweltverwaltung, Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, freut sich über das klimafreundliche Signal: „Erstmals kommen in einem Klimaschutz-Vorhaben mehrere Bezirke zusammen und stellen dem Investor ihre Schuldächer zur Verfügung. Dies ist ein Erfolg für den Ausbau der Solarenergie in Berlin und die Kooperation über unsere Solardachbörse. Die neuen Anlagen werden sauberen Solarstrom ins Berliner Stromnetz einspeisen und damit einen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes in der Stadt leisten. Ich hoffe, andere Bezirke werden den guten Beispielen bald folgen und sich damit in Sachen Klimaschutz engagieren.“
Sebastian Preuß von 30°-SOLAR ist stolz auf die Größe des Projekts: „Die Photovoltaikanlagen bringen im Endausbau Solarstrom mit einer Spitzenleistung von 820 Kilowatt, das ist viermal mehr als Berlins größte Einzelanlage erzeugt. Wir planen die Errichtung der Photovoltaikanlagen noch in diesem Jahr und werden möglichst Module aus einheimischer Produktion einsetzen. Der Solarstrom wird dann mindestens 20 Jahre ins Stromnetz eingespeist.“

Die Solardachbörse des Senats stellt Investoren Dächer öffentlicher Gebäude zur Installation von Solarstromanlagen zur Verfügung. Bislang wurden 13 Photovoltaik-Anlagen auf 12 Dächern installiert. Insgesamt werden 129 Dächer mit einer Dachfläche von rund 219.000 Quadratmetern zur Verfügung gestellt. Die Solardachbörse ist eine Maßnahme im Rahmen des Landesenergieprogramms 2006 – 2010. Berlinerinnen und Berliner, die einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchten, können sich ab Herbst an dem neuen Fonds „Solarstrompark Berliner Schulen“ beteiligen.

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