Senat zieht positive Bilanz der Antigewaltarbeit in Berlin

Pressemitteilung vom 20.09.2005

Aus der Sitzung des Senats am 20. September 2005:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, eine positive Bilanz der Antigewaltarbeit in den letzten Jahren gezogen und den Bericht der Landeskommission Berlin gegen Gewalt zustimmend zur Kenntnis genommen.

Mit dem Einsatz von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für Gewaltprävention und Krisenintervention in allen Berliner Bezirken steht den Berliner Schulen ein professionelles Unterstützungs- und Beratungssystem zur Gewaltprävention und Krisenintervention zur Verfügung.

Mit ihrem behördenweiten Präventionskonzept hat die Berliner Polizei einen wesentlichen Beitrag nicht nur zur Weiterentwicklung polizeilicher Präventionsarbeit, sondern auch insgesamt zur Präventionsarbeit in Berlin geleistet.

In den vergangenen Jahren haben Jugendhilfe, Polizei und Justiz ihre gemeinsame Arbeit z. B. bei der Diversion und im Umgang mit Intensivtätern entscheidend verbessert. Kooperationsvereinbarungen zwischen Schule und Polizei sind ein Beispiel für das gemeinsame Engagement, ein friedlicheres Miteinander von Schülerinnen und Schülern zu schaffen.

Aus dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind zusätzliche Mittel zur Förderung von Projekten eingesetzt worden, die den Rechtsextremismus bekämpfen. Durch eine begleitende Programmevaluation wird diese Arbeit weiter qualifiziert. Die von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt angestoßenen „Lokalen Aktionspläne für Demokratie und Toleranz“ helfen z. B. den Bezirken Pankow und Lichtenberg, gemeinsam fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Einstellun-gen und Verhaltensweisen wirkungsvoller zu bekämpfen.

Zahlreiche Maßnahmen schützen Frauen und Mädchen besser gegen Gewalt – vor allem gegen häusliche Gewalt. Vor dem Hintergrund des Berliner Aktions-plans zur Bekämpfung häuslicher Gewalt erwartet der Senat, dass sich diese Entwicklung auch im nächsten Jahr fortsetzen wird.

25 Nachbarschaftszentren und zwölf Selbsthilfekontaktstellen in Berlin fördern bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement, Nachbarschaftsbeziehungen und politische Teilhabe. Sie aktivieren, motivieren und unterstützen Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine demokratische Gesellschaft engagieren.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt [[http://www.berlin-gegen-gewalt.de|www.berlin-gegen-gewalt.de]] sowie bei den zuständigen Senatsverwaltungen [[http://www.berlin.de|www.berlin.de]]. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de