WOWEREIT ÜBERREICHT IVAN NAGEL BUNDESVERDIENSTKREUZ

Pressemitteilung vom 11.08.2003

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, überreicht am Donnerstag, 14. August 2003, um 11 Uhr in seinem Amtszimmer im Berliner Rathaus Ivan Nagel das Bundesverdienstkreuz. Die Übergabe durch den Regierenden Bürgermeister erfolgt im Auftrag des Bundespräsidenten.

Der Schriftsteller, Journalist und Theatermann Prof. Ivan Nagel (geb. 28. Juni 1931 in Budapest) hat früh in seinem Leben extreme Intoleranz erfahren. Auf Grund seiner jüdischen Herkunft musste der gebürtige Ungar 1944 mit seiner Familie untertauchen, als Angehöriger des Bürgertums verwehrte ihm der kommunistische Staat das Studium. 1948 flüchtete Nagel in die Schweiz. Er studierte zunächst in Paris, ab 1954 bei Theodor W. Adorno in Frankfurt. Seine Lehrer Adorno und Carlo Schmid verhinderten seine Abschiebung als “unerwünschter Asylant”. Im Verlauf seines Berufslebens arbeitete er für die “Deutsche Zeitung”, die “Süddeutsche Zeitung” und die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”. In seiner Theater-Karriere war er an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Württembergischen Staatsschauspiel tätig. Berlin ist Nagel auf besondere Weise verbunden. Von 1983 bis 1988 war er Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. 1989 übernahm er die neu eingerichtete Professur für “Ästhetik und Geschichte der darstellenden Künste” an der Hochschule der Künste. 1990 verfasste er im Auftrag des Senats ein Gutachten über die Berliner Theater nach der Wiedervereinigung, das als Grundlage für die Gestaltung der Theaterlandschaft diente. Nagel ist u.a. Träger des Moses-Mendelssohn-Preises (2000) und des Verdienstordens des Landes Berlin (2002). Er erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Informationen mit weiterführenden Links finden Sie auf der Homepage des Bundespräsidenten unter der Anschrift http://www.bundespraesident.de.

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