MONIKA NÖHRE NEUE PRÄSIDENTIN DES KAMMERGERICHTS

Pressemitteilung vom 27.06.2002

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat in seiner heutigen Sitzung Monika Nöhre (51), die Vizepräsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, mit großer Mehrheit zur neuen Präsidentin des Kammergerichts gewählt. Sie wird damit Nachfolgerin von Gisela Knobloch, die im letzten Jahr in den Ruhestand gegangen ist.

Die Wahl von Frau Nöhre, die in der Richterschaft über einen ausgezeichneten Ruf verfügt, wurde von allen Fraktionen unterstützt. Die Hamburger Juristin gilt als ausgewiesene Expertin für Fragen der Justizreform. Von 1994 bis 2000 war sie Leiterin des Amtes für Allgemeine Verwaltung in der Hamburger Justizbehörde und zugleich Leiterin des Projektes „Justiz 2000“, das die Maßnahmen zur Modernisierung der Hamburger Justiz bündelte. Im März 2000 wurde Frau Nöhre, die vor dem Beginn ihrer Tätigkeit als Richterin auch als Rechtsanwältin gearbeitet hatte, Vizepräsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Daneben war sie Mitglied der Sachverständigenkommission zur Bewertung der Sachausstattung der bremischen Gerichte und Staatsanwaltschaften.

Die Hamburger Juristin verfügt auch über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Juristenausbildung. Seit März 2000 leitete sie zusätzlich das Hamburger Landesjustizprüfungsamt und ist außerdem seit 1985 als Prüferin tätig.

In Berlin warten große Aufgaben auf die neue Kammergerichtspräsidentin. Justizsenatorin Karin Schubert erklärte: „Ich bin sehr erfreut, dass wir eine so hochqualifizierte Juristin für diese Position gefunden haben. Frau Nöhre ist – wie eine Zeitung zu Recht geschrieben hat – ein ‚Glücksfall‘ für die Berliner Justiz. Ich bin überzeugt, dass wir bei der Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben, insbesondere der Justizreform, hervorragend zusammenwirken werden.“

Rückfragen:
Björn Retzlaff
Telefon: 9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de