KRANKENSTANDSREPORT FÜR BEAMTE UND ANGESTELLTE

Pressemitteilung vom 18.12.2001

Der Senat hat auf Vorlage von Innensenator Dr. Ehrhart Körting einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Verkürzung des Verfahrens zur Feststellung der dauerhaften Dienstunfähigkeit von Beamten und über den Krankenstand der Beamten und Angestellten in der Berliner Verwaltung beschlossen.

Der Senat hat einen Gesetzentwurf angekündigt, mit dem das Zurruhesetzungsverfahren für Beamte wegen Dienstunfähigkeit um mindestens drei Monate verkürzt wird. Der Gesetzentwurf wird demnächst von der Innenverwaltung dem Senat zugeleitet. Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert, das Verfahren für die Feststellung der dauerhaften Dienstunfähigkeit von Beamten zu verkürzen.

Der im Rahmen des Berliner Gesundheitsmanagements erstellte Krankenstandsreport lässt im Fazit darauf schließen, dass die Faktoren „hohes Alter der Beschäftigten“ und „spezifische Belastungssituationen am Arbeitsplatz“ den hohen Krankenstand im öffentlichen Dienst des Landes Berlin zu großen Teilen verursachen.

Hohe Krankenstände verursachen nicht nur Kosten, sondern sind auch eng verbunden mit Motivations-, Qualitäts- und Produktivitätseinbußen. Daher setzt das Berliner Gesundheitsmanagement auf eine kooperative und partizipative Mitarbeiterführung sowie eine Führungspraxis, die dem Wohlbefinden der Beschäftigten am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert einräumt, denn der zu beeinflussende Anteil des Krankenstandes ist vorwiegend in Faktoren wie Verhalten der Führungskräfte und deren Auswirkungen auf Mitarbeitermotivation sowie uneffektiven Organisationsstrukturen (Arbeitsorganisation, Arbeitsprozesse) begründet.

Zielsetzung ist es, im Interesse der Beschäftigten und der Dienststellen die Gesundheit in der Berliner Verwaltung zu fördern, um dadurch den Krankenstand zu senken. Hierzu wurden in der Berliner Verwaltung bereits über 40 Projekte initiiert. In den Dienststellen analysieren Arbeitsgruppen mit externen Experten unter Beteiligung der Beschäftigten die Arbeitssituation und setzen den sich aus Mitarbeiterbefragungen und Gesundheitszirkeln ergebenen Veränderungsbedarf um.

Der Senat hat dem Abgeordnetenhaus jährlich einen Bericht vorzulegen, in dem der Krankenstand der Beamten und Angestellten in der Hauptverwaltung und in den Bezirken dargestellt wird. – - -

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Dr. Svenja Schröder-Lomb
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