Die ganze Welt in unserer Stadt – Senat bekundet Interesse für Olympia in Berlin

PIA, 01.09.2014
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Bild: Landesarchiv Berlin

Berlin treibt seine Bemühungen um eine Olympia-Bewerbung voran. Am Sonntag übermittelte der Berliner Senat dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) seine Interessenbekundung für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 oder 2028.

Der DOSB hatte Berlin wie auch dem nationalen Konkurrenten Hamburg 13 Fragen vorgegeben, deren Beantwortung in Grundzügen ein mögliches Bewerbungskonzept umreißt, das der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, und Sportsenator Frank Henkel heute vorstellten. Die Entscheidung, ob und wenn ja, mit welchem Austragungsort der deutsche Sport ins Rennen geht, soll am 6. Dezember fallen.

Berlin habe bewiesen, dass es in der Lage sei, große internationale Sportereignisse auszurichten, sagte Wowereit. Er verwies unter anderem auf die Organisation der Leichtathletik- Weltmeisterschaft oder Schwimm-Europameisterschaft. „Berlin kann Olympia“, betonte Wowereit und bezeichnete das Sportfest als „riesige Chance“, dessen „Magie und Strahlkraft“ zu nutzen, um Energien freizusetzen.

Die Metropole will nach Darstellung des Regierenden Bürgermeisters demonstrieren, wofür sie auch in Sachen Olympia stehe: für Zukunft, Vielfalt, Emotionen und Nachhaltigkeit. Berlin wolle auch beweisen, dass es „bescheidene Spiele durchführen kann“. Henkel sagte: „Wir können zeigen, dass wir etwas auf die Beine stellen, das international neue Maßstäbe setzt.“ Beide Politiker verwiesen darauf, dass es eine Vielzahl der Sportstätten, darunter das Olympiastadion, sowie ein gut ausgebautes Verkehrsnetz bereits gibt.

Wowereit unterstrich, dass Berlin demokratische, offene und transparente Spiele wolle. Die Entscheidung liege bei den Bürgern. Sollte es auf eine Bewerbung für 2024 hinauslaufen, würden sie bereits im nächsten Jahr ihr Votum abgeben können. Auch wenn es angesichts der teilweisen Skepsis ein „schwieriger Weg“ sei, zeigten sich Wowereit und Henkel überzeugt, dass sie die Unterstützung bekommen.

Mit Blick auf Einwände der Kritiker, die zu hohe Ausgaben befürchten, sagte
Wowereit, zu den Gesamtkosten könnten jetzt noch keine Angaben gemacht werden.Die Bewerbungskosten bezifferte er für 2024 auf 50 Millionen Euro, die Investitionen in Sportanlagen inflationsbereinigt auf 2,4 Milliarden Euro. Vieles davon werde sich refinanzieren, denn Wohnungsbau und sanierte Sportstätten würden ohnehin gebraucht, sagte der Regierende Bürgermeister. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass sich auch der Bund finanziell beteiligen werde.

Henkel ergänzte, Olympische Spiele in Berlin würden mitten in der Stadt ausgerichtet und umweltfreundlich sein. Um den behinderten Sportlern noch mehr Wertschätzung zuteil werden zu lassen, schlägt Berlin vor, die Paralympischen Spiele im Unterschied zu bisher vor die Olympischen Spiele zu legen. Der Senator betonte: „Wir können gemeinsam Geschichte schreiben.“

Broschüre zum Download: Die ganze Welt in unserer Stadt - Interessenbekundung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele

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Argumentationspapier Olympia

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