Wowereit überreicht Wisenschaftspreis 2011 an Prof. Anja Feldmann - Nachwuchspreis geht an Dr. Marc Helbling

Meldung vom 16.02.2012

Wowereit überreicht Wissenschaftspreis 2011 an Prof. Anja Feldmann - Nachwuchspreis geht an Dr. Marc Helbling

16. Februar 2012/PIA

Wissenschaftspreis 2011
Bild: Landesarchiv

In einer Festveranstaltung im Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit am Mittwoch der Informatikerin Professorin Anja Feldmann, Ph.D., für ihre herausragenden Leistungen den Berliner Wissenschaftspreis 2011 überreicht. Den Nachwuchspreis des Regierenden Bürgermeisters 2011 erhielt der Politikwissenschaftler Dr. Marc Helbing aus den Händen der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres. Die Festrede hielt der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche.

Wowereit sagte, die Verleihung des Wissenschaftspreises des Regierenden Bürgermeisters sei inzwischen zu einer Tradition geworden. Der Preis sei Ansporn und Auszeichnung für wissenschaftliche Exzellenz in Berlin: “Die Leistungen der beiden Preisträger heben den Rang Berlins als Wissenschaftsmetropole einmal mehr nachdrücklich hervor und bezeugen die Vielfalt und den Reichtum der Berliner Wissenschaftslandschaft.“

Die Preisträgerin Professorin Anja Feldmann, Ph.D., ist eine international hoch angesehene Wissenschaftlerin, die sich in ihrer Forschung auf Fragen der Modellierung, Optimierung und besseren Gestaltung des Internets als Rückgrat der zukünftigen Informationsgesellschaft fokussiert. Sie entwickelte unter anderem Methoden zum Komprimieren und Senden aktualisierter Webseiten, die in allen gängigen Webbrowsern und Servern umgesetzt werden. Anja Feldmann ist seit 2006 Professorin an der TU Berlin. Ihr Fachgebiet ist eine Stiftungsprofessur der Deutschen Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), der Forschungs- und Entwicklungseinheit der Telekom, die gleichzeitig ein An-Institut der TU Berlin sind. Im Frühjahr 2011 wurde sie mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Der Nachwuchspreisträger Dr. Marc Helbling leitet die Emmy-Noether-Gruppe „Immigration Policies in Comparison“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Seine Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der systematischen Untersuchung von Immigrationspolitik in den OECD-Staaten, unter anderem im Hinblick auf die Steuerung von Arbeitsmigration und die Auswirkungen von Migration auf wirtschaftliche Bedingungen.

Ziel des Wissenschaftspreises ist es, in Berlin erbrachte hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung auszuzeichnen. Der Preis wird seit 2008 verliehen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen der Mathematiker Prof. Dr. Martin Grötschel, der Systembiologe Prof. Dr. Nikolaus Rajewsky sowie die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte. Vorschlagsberechtigt sind die Leiter der wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins. Das Preisgeld des Hauptpreises in Höhe von 40.000 Euro erhält die Institution, an der die wissenschaftliche Leistung erbracht wurde, in diesem Jahr die Technische Universität Berlin, das Preisgeld für den Nachwuchspreis in Höhe von 10.000 Euro der oder die Ausgezeichnete selbst.