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Florian Meissner

Mit-Gründer und Geschäftsführer von EyeEm

Zuses Enkel

Profil
Studium/Werdegang:
Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin, der ESCP-EAP Europäischen Wirtschaftshochschule in London und der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Fotografie im Nebenfach an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Wichtigstes Projekt derzeit? EyeEm.

Was ist die bedeutendste Erfindung seit Konrad Zuse? Die Entwicklung des CMOS-Chips Anfang der 1990er Jahre, der das Fotografieren mit Mobiltelefonen ermöglicht hat. Entwickelt hat ihn der amerikanische Physiker Dr. Eric Fossum.

Inwiefern sehen Sie sich in der Tradition Konrad Zuses? Konrad Zuse hat mit seinem Z3 den Grundstein dafür gelegt, dass sich heute alle Menschen miteinander verbinden können. EyeEm baut darauf auf:  Wir bringen Menschen mit gleichen Interessen durch die Fotos, die sie machen, zusammen.

Berlin ist… für mich selbst ein Startup. Chaotisch, schnelllebig, intensiv, aber dabei immer auf dem richtigen Weg. Berlin ist seit mittlerweile zehn Jahren mein Lebensmittelpunkt und ich könnte mir keinen besseren Ort vorstellen, um als Gründer meine Ideen zu verwirklichen. Hier entsteht gerade ein Ökosystem, von dem die Stadt und Europa noch lange profitieren werden.

Wie sind Sie mit der IT in Berührung gekommen?
Florian Meissner:
Bei mir war der Berührungspunkt immer die Fotografie. Es gibt kaum ein Medium, dass sich so rasant entwickelt und von technischen Erneuerungen profitiert hat und gleichzeitig so viele individuelle, kreative Möglichkeiten offen lässt.

Wie ist die Idee zu EyeEm entstanden und was verbirgt sich dahinter?
Florian Meissner:
Als ich im Sommer 2009 nach New York zog, um für ein Fotomagazin zu arbeiten, wurde mir an meinem ersten Tag meine Spiegelreflexkamera in der Subway geklaut. Für Ersatz hatte ich kurz nach dem Studium kein Geld, worauf ich anfing, mit einem geliehenen Smartphone zu fotografieren. Der Rest ging schnell: Ich lernte immer mehr gleichgesinnte „mobile Fotografen" kennen, schoss bald nur noch mit dem Handy Fotos und beschloss, mit meinen Mitgründern Lorenz Aschoff, Gen Sadakane und Ramzi Rizk eine Plattform für diese neue Art der Fotografie zu gründen.

Heute werden täglich Millionen von Fotos online geteilt. Die Frage dabei ist: Wie entdecken und konsumieren wir in Zukunft auf smarte Art und Weise Inhalte, die für uns relevant sind? Mit EyeEm arbeiten wir an einer „visuellen Suche“, die das lösen soll. Mit jedem Foto, das man mit unseren Apps macht, schlagen wir Orte, Themen und Events vor, die für die Bilder relevant sein könnten und mit denen man die Schnappschüsse verschlagworten kann. Auch andere Nutzer können die Bilder anderer Fotografen mit Tags versehen. Auf diese Weise entstehen kollaborative Fotoalben. Das Fotografieren mit dem Handy verbindet uns so auf eine völlig neue Art und Weise, die viel interessanter, sozialer und inspirierender ist. Eine neue Spiegelreflexkamera habe ich übrigens bis heute nicht.

Wie wird sich die IT in Zukunft entwickeln?
Florian Meissner:
Wir befinden uns in den Anfängen einer Post-PC Ära. Damit ist gemeint, dass wir mehr und mehr mobil arbeiten, kommunizieren und uns unterhalten. Die nächsten Jahre werden spannende neue Geschäftsmodelle hervorbringen, die uns in all diesen Bereichen das Leben einfacher, schneller und interessanter machen.

Über die Eyeem Mobile GmbH
Das Berliner Unternehmen wurde im Februar 2011 von Florian Meissner, Gen Sadakane, Lorenz Aschoff und Ramzi Rizk gegründet. EyeEm ist eine Foto-Sharing-Anwendung für Smartphones, die seit August 2011 kostenlos im Android und iPhone Marktplatz erhältlich ist. Mit jedem Foto, lernt die Anwendung den Geschmack Ihrer Nutzer kennen und schlägt Orte, Themen, Events und Personen vor, die von Interesse sind.

Kontakt
Eyeem Mobile GmbH
Brunnenstraße 9a
10119 Berlin
E-Mail: hello@eyeem.com
Website: http://www.eyeem.com/

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Kontakt

Dr. Wolfgang Both
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
E-Mail

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr.-Ing. Horst Zuse zur Webseite


© 2008-2011 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung