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Anja Tempelhoff

Projektleiterin Roberta

Zuses Enkel

  • Profil

  • Studium: Biologie (Technische Universität Berlin) und Informatik (Humboldt Universität Berlin), Lehramtsstudium
  • Projekt: Roberta Berlin

  • Was ist für Sie die wichtigste Erfindung/Entwicklung seit Zuse? Rechner und Speicher sind bezahlbar geworden, so dass sie bei vielen Menschen zum Alltag gehören. Erst das macht die heutige digitale Gesellschaft möglich.
  • Sie finden Berlin ...? Immer spannend. Besonders im Museum für Verkehr und Technik.

Bitte stellen Sie uns das Projekt Roberta kurz vor. Was möchten Sie damit erreichen?
Anja Tempelhoff: Roberta ist ein Projekt zur Förderung von Mädchen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Wir bauen Roboter und programmieren sie. Ziel ist es, den Mädchen die technischen Möglichkeiten mit Themen nahe zu bringen, die sie interessieren. Sie wollen nicht mit Robotern kämpfen, sondern beispielsweise die Roboter in eine Tanzchoreografie einbauen. Damit wurde unser Schulteam, bestehend aus fünf Mädchen der achten und neunten Klasse, dieses Jahr sogar Weltmeister beim Robo CupJunior in Singapur. Ein großartiger Erfolg. Und dass das Projekt wirklich etwas bewegen kann, lässt sich anhand der gewählten Berufe ehemaliger Projektteilnehmerinnen ablesen: Gut ein Viertel entscheidet sich für einen technischen Beruf. Alle anderen hatten Spaß oder haben wenigstens einmal etwas Neues ausprobiert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft, besonders in Bezug auf Mädchen und Informatik?
Anja Tempelhoff: Zum einen wünsche ich mir, dass noch mehr Mädchen ihre Begeisterung und Begabung für technische und naturwissenschaftliche Themen entdecken. Zum anderen ist es mir wichtig, das Selbstvertrauen der Mädchen zu stärken. Wir haben uns beim RoboCupJunior als Realschule gegen zahlreiche Gymnasien durchgesetzt – darauf sind wir sehr stolz. Ich wünsche mir, dass in Zukunft die Hemmschwelle gegenüber solchen Projekten bei Lehrern und Schülern weiter sinkt, denn mit Engagement und Begeisterung kann man viel erreichen. Da unser Projekt zu großen Teilen aus Spenden finanziert ist, freuen wir uns über weitere Sponsoren, die uns unterstützen möchten.

Wie wurde Ihr Interesse für Informatik geweckt?
Anja Tempelhoff: Das war eigentlich Zufall. Ich brauchte unbedingt ein zweites Fach, um Lehrerin an einer Oberschule werden zu können, dachte ich mir, ich probiere es einfach mit Informatik. Ich blieb dabei, weil es mir sehr viel Spaß machte. Mathematik erschien mir immer zu trocken und Physik zu technisch – Informatik ist ein bisschen von allem und deshalb so spannend.


Projektbeschreibung



Roberta ist ein vom Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) entwickeltes Projekt zur Förderung von Mädchen im Umgang mit Technik und zur Steigerung des Interesses am Fach Informatik. Dabei werden programmierbare Roboter zu Versuchs- und Testobjekten. Die projektbegleitenden Unterrichtsmaterialien und Aufgaben sind speziell auf die Interessen von Mädchen ausgerichtet, um ihnen die Berührungsängste zu nehmen. Anja Tempelhoff wurde 2004 als erste Berliner Lehrerin zur Kursleiterin für Roberta ausgebildet, inzwischen nehmen mehr als 50 Schulen in Berlin an dem Programm teil. Roberta ist zudem ein Teil des eEducationBerlinMasterplans, mit dem die Senatsverwaltung Berlin den Einsatz von IT an Schulen fördert.

Kontakt

Integrierte Sekundarschule Spandau
Frau Anja Tempelhoff
Blumenstraße 13
13585 Berlin
Tel.: 030 3559280
Fax: 030 35592818
E-Mail: anjatempelhoff@email.de

Internet: http://www.wbo-spandau.de/wbo_roberta.html

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Kontakt

Dr. Wolfgang Both
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
E-Mail

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr.-Ing. Horst Zuse zur Webseite


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