Das Berliner Wireless Transfer- und Entwicklungscenter (BeWiTEC) entwickelt drahtlose Kommunikationstechnologien. Die Anwendungen könnten in den nächsten Jahren verstärkt in öffentlich zugänglichen Bereichen eingesetzt werden, z. B. in Museen, Bibliotheken, Messen oder Ausstellungen. Ein Museumsaufenthalt wird so für die Besucher unterhaltsamer und interaktiver.
Den Besucher einbeziehen, Geschichten zu einem Exponat erzählen, Informationen anzeigen und abspielen – in Museen und Ausstellungen ermöglichen das sogenannte funkbasierte Informationssysteme. Dazu gehören Transponderchips an den Ausstellungsobjekten, die Daten automatisch an Empfängergeräte übermitteln, die die Besucher mit sich tragen. Das Berliner Wireless Transfer- und Entwicklungscenter (BeWiTEC) entwickelt solche Lösungen und unterstützt u. a. Kultureinrichtungen bei der Umsetzung in Ausstellungsprojekten. Die RFID-basierten Anwendungen (Radiofrequenz-Identifikation) können aber auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, z. B. für Modelabels oder beim Veranstaltungsmanagement.
Im Rahmen der Entwicklungsarbeit leistet das BeWiTEC auch einen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Beratung von Kultureinrichtungen oder mittelständischen Unternehmen, die über den Einsatz funkbasierter Informationssysteme in ihren Ausstellungen und Messen nachdenken. Da die Technologien sehr vielfältig sind, lassen sich leicht individuelle und unternehmensspezifische Lösungen entwickeln und umsetzen.
Nachdem die Einrichtung der Hochschule für Technik und Wirtschaft im April 2011 ihre Arbeit aufgenommen hat, findet am 13. September 2011 die offizielle Eröffnung des Zentrums statt. An diesem Tag können Interessenten bereits realisierte Anwendungen und Technologien vor Ort ausprobieren. Dazu gehören u. a. die Projekte „A la carte“ und die „Digitalen Geschichtenerzähler“, die das BeWiTEC für Sonderausstellungen des Jüdischen Museums Berlin bzw. des Museums für Islamische Kunst Berlin (Pergamonmuseum) konzipiert hat.





