Das Erschließen von RFID (radio-frequency identification) für möglichst viele Applikationen – das war Hardy Zissels Vision, als er den „RFID-Transponder im Metallgehäuse“ entwickelte. Der Diplom-Ingenieur gewann mit diesem Projekt im Oktober 2012 den Wettbewerb „Be Wireless“. Durch die Verwendung von Metall statt Kunststoff ist der Transponder weitaus langlebiger und besitzt gleichzeitig eine höhere Empfindlichkeit, als die meisten bisher erhältlichen RFID-Transponder.
Der Best-Practice-Wettbewerb „Be-Wireless“
Im Rahmen der Wettbewerbsreihe „Made to create“ riefen die Länder Berlin und Brandenburg sowie das Berliner Wireless Transfer- und Entwicklungs-Center zum Wettbewerb „Be Wireless“ auf. Vor dem Hintergrund innovative Ideen von und für die Hauptstadtregion zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden die besten Produkte, Anwendungen und Services, die auf Basis drahtloser Technologien wie WLAN, RFID/NFC, Bluetooth, 3G, LTE, ZigBee und EnOcean arbeiten, gesucht. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz belegte das brandenburgische Ingenieurbüro Zissel.
Das Projekt „RFID-Transponder im Metallgehäuse“
Hardy Zissel entwickelte ein RFID-Transponder, der erstmalig ein metallisches Gehäuse besitzt. Dadurch erreicht er eine enorme Robustheit und Langlebigkeit sowie eine bessere Empfindlichkeit als die meisten anderen RFID-Transponder auf dem Markt. Durch den neuen Transponder wird RFID erst jetzt für viele Applikationen erschlossen. Bisherige Lösungen besitzen ein Kunststoffgehäuse und sind dadurch für viele Applikationen nicht geeignet. Der neue Transponder lässt sich außerdem genauso kostengünstig – oder in einigen Formen auch günstiger – herstellen als herkömmliche RFID-Transponder. Das Patent wurde 2011 vom US-Patentamt erteilt.
Dipl.-Ing. Hardy Zissel (Jahrgang: 1964)
Nach seinem Studium gründete Hardy Zissel sein Unternehmen „Ingenieurbüro Zissel“ und bietet seit 1994 Lösungen für Aufgabenstellungen aus der Hard- und Softwareentwicklung.
Studium/Werdegang
Hardy Zissel baute sein breites Wissen im Bereich Gerätebau, theoretischer Elektrotechnik, und Softwareentwicklung durch sein Studium der Allgemeinen und der Technischen Informatik aus.
Beitrag für „Berlin – Made to Create“
Entwicklung des „RFID-Transponders im Metallgehäuse“, mit dem die Identifizierung von Gegenständen aus Metall erheblich erleichtert wird.
Platzierung bei „Berlin – Made to Create“
Erster Platz beim Best-Practice-Wettbewerb „Be-Wireless“ zu drahtlosen Lösungen.
Was war Ihre Motivation, sich an dem „Be Wireless“ Wettbewerb zu beteiligen?
Hardy Zissel: Im Moment der Beteiligung am Wettbewerb, war nur die Idee vorhanden, ein weiteres Feedback von einer fachkundigen Jury und eine Publikation vor einem interessierten Publikum zu erreichen. Das ist natürlich durch den Erhalt des Hauptpreises besonders gelungen.
Welche Auswirkungen hatte die Auszeichnung für Sie und Ihr Projekt?
Hardy Zissel: Neben der monetären Unterstützung, die insbesondere in den Musterbau und die Schutzrechtsicherung fließt, ist die Auszeichnung ein interessantes Marketinginstrument. Besonders bei Neuentwicklungen ist es wichtig bei der Kommunikation die Meinung mehrerer fachkundiger Personen einfließen zu lassen. Wenn man etwas anbietet, was zuvor technisch unmöglich schien und hierfür eine derartige Auszeichnung erhält, weckt das auch das Interesse entsprechender Anwenderunternehmen.
Welche Chancen bietet die Kreativwirtschaft für die Region Berlin/Brandenburg?
Hardy Zissel: Die Region Berlin/Brandenburg hat sicherlich gegenüber Regionen wie München, Stuttgart oder Hannover etwas Nachholbedarf was Publikationen über Innovationen betrifft. Daher sind derartige Veranstaltungen wie der Wettbewerb „Be Wireless“, gestützt auf die Innovationskraft der hiesigen Unternehmen, ein wichtiger Baustein für den Bekanntheitsgrad der Region in Bezug auf die Innovationskraft. Das beeinflusst auch führende Großunternehmen bei ihrer Standortwahl, um von den höheren Chancen auf Großkunden und Synergien jeglicher Art zu profitieren.
Kontakt
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