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Hintergrund drahtlose Funktechnologien aus Berlin

Der Markt für Wireless-Anwendungen, insbesondere im Bereich RFID- und NFC-Technologien, hat sich in den letzten Jahren in Europa, Deutschland und der Region Berlin-Brandenburg weiter entwickelt. Übereinstimmend weisen alle Berichte und Analysen renommierter Wirtschaftsinstitutionen deutliche Wachstumstendenzen nach.


In Berlin und Brandenburg wurden im Ergebnis einer 2008 von der TSB durchgeführten Potenzialanalyse 94 Unternehmen identifiziert, die als

  • Entwickler und Produzenten (54)
  • Softwarehäuser (55)
  • Systemhäuser (40)

im Bereich der Wireless-Technologien tätig sind.

In der Forschung existieren in der Region exzellente Kompetenzen auf dem Gebiet der Wireless-Technologien an den Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
In die vorliegende Untersuchung wurden bisher vier Universitäten (acht Institute), vier Hochschulen (sieben Fachbereiche) sowie zehn außeruniversitäre Forschungseinrichtungen einbezogen.

Es wurden mehr als 200 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik identifiziert, die in den für die Region Berlin-Brandenburg bedeutsamen Handlungsfeldern

  • Gesundheit
  • Sicherheit
  • Öffentliche Einrichtungen
  • Verkehr
  • Handel und Logistik
  • Verwaltungsrationalisierung
  • Produkt- und Fälschungssicherheit


für den Erfolg versprechenden Einsatz von Wireless-Technologien tätig sind.

Die Entwicklung und Anwendung der Wireless-Technologien wird wesentlich von der Einführung der RFID-Systeme im Handel und der Logistik bestimmt. Nach Aussagen der Marktforscher von ABI Research werden sich in den nächsten Jahren die Marktanteile bzw. Zuwachsraten der RFID-Anwendungen aus den klassischen Bereichen Handel und Logistik stärker in den Bereich der Sicherheitsanwendungen wie elektronische Personaldokumente (Ausweise, Pässe) und Produktschutz verschieben. Aber auch das bargeldlose Bezahlen mit Chip-Karten, die elektronische Gesundheitskarte und das elektronische Rezept werden einen Schub bekommen. Aus verschiedenen Online-Befragungen in ausgewählten Branchen zu den Zukunftsperspektiven der RFID-Anwendungen lässt sich ableiten, dass sich der industrielle Einsatz der RFID-Technologien aus der Pilotphase in den operativen Einsatz bewegt. Dies zeigt sich insbesondere durch die zunehmenden Anwendungen in vielen Bereichen und Branchen. Dabei gehen RFID-Anwendungen immer häufiger in Gesamtszenarien mobiler Applikationen auf, das Mobiltelefon nimmt eine zentrale Rolle ein.

Förderung von RFID-Technologien am Standort

Wie sich der industrielle Einsatz der RFID-Anwendungen in Deutschland in den nächsten Jahren vollziehen wird, hängt von den Erfolgsfaktoren und Barrieren ab, die bei den Pilotapplikationen ermittelt werden. In diesem Zusammenhang ist das Ende 2008 in Berlin gestartete Großprojekt zur Entwicklung innovativer Dienst- und Serviceleistungen der Bibliotheken der Humboldt-Universität zu Berlin von besonderer Bedeutung. Mit Hilfe von RFID-Technologien werden die Medienausleihe und -rückgabe in Selbstbedienung eingeführt, Bezahlfunktionen in die Automaten integriert sowie die Öffnungszeiten deutlich verlängert. Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Einführung der RFID-Technologie im Bibliotheksneubau der Humboldt-Universität, dem Jakob- und Wilhelm-Grimm-Zentrum und die Neuorganisation weiterer wichtiger Fachbibliotheken. Bis 2012 werden weitere 80 öffentliche Bibliotheken im Verbund öffentlicher Bibliotheken Berlins (VöBB) die RFID-gestützte Selbstverbuchung ihrer Bestände einführen.

Bei diesen Projekten handelt es sich um die bisher größten Infrastrukturprojekte zur Anwendung von RFID-Technologien im Bibliotheksbereich in Deutschland. In den nächsten Jahren werden die Bestände der Bibliotheken mit über zwölf Mio. RFID-Tags ausgestattet. Für hunderttausende Menschen in Berlin werden so in den nächsten Jahren die Potenziale und Vorteile von RFID-Anwendungen erlebbar werden. Dies wird die Akzeptanz und Verbreitung dieser modernen und innovativen Technologie im Handel, in der Logistik und anderen Informations- und Kommunikationsbereichen weiter unterstützen.


Berliner RFID-Initiative

Im Frühjahr 2008 startete der Berliner Senat einen Wettbewerb zur „Anwendung von Technologien in der Wissensgesellschaft" – RFID als Beispiel der Verzahnung von Wirtschafts- und Wissensgesellschaft“ mit dem Ziel, Berlin als Kompetenzstandort für RFID-Anwendungen auszubauen.

Sieger dieses Wettbewerbs sind Konsortien aus Berliner Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit den Projekten:

  • Wireless City Berlin – Wireless Transfer Center Berlin
  • POSEIDON – Positions- und kontextintensive Informationssysteme für Museen zur Demonstration des Potenzials der RFID-Technik
  • Profile HU – Projekt RFID zur Entwicklung innovativer Dienst- und Serviceleistungen der Bibliotheken der Humboldt-Universität zu Berlin
  • RFID-Einführung in die öffentlichen Bibliotheken Berlins


Der Berliner Senat fördert diese Projekte mit insgesamt ca. 14,3 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Wireless-Technologien – also RFID, Zigbee, Bluetooth, NFC, WLAN – werden zunehmend in unterschiedlichsten Informations- und Kommunikationsanwendungen eingesetzt. Allerdings sind konzentrierte Anstrengungen der Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Berlin erforderlich, um diesen Prozess zu nutzen, sich zu vernetzen und im Verbund Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu initiieren.

Um die Potenziale der Wireless-Technologien besser ausschöpfen zu können, sind zudem eine Reihe von Maßnahmen und Unterstützungsleistungen erforderlich, die Barrieren für KMUs abbauen helfen. Hierzu zählen insbesondere die immer noch hohen technischen und finanziellen Unwägbarkeiten bei der Einführung dieser Technologien.

Während größere Unternehmen diese Herausforderungen besser bewältigen, benötigen kleinere Unternehmen hier die Unterstützung der Politik, von Industrieverbänden und über regionale Kompetenzzentren. Um den größtmöglichen Nutzen aus den vorhandenen Potenzialen für die beteiligten Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung in Berlin zu ziehen, werden diese in einem Kompetenzzentrum für Wireless-Technologien gebündelt. Der Standort Berlin-Brandenburg kann so national und international als technologiebasierte Kompetenzregion wahrgenommen werden.


Kontakt

Dr. Peter Apel
Technologiestiftung Berlin
E-Mail

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Coworking Spaces in Berlin - Liste der wichtigsten Coworking Spaces in Berlin

Dateien:

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Wirtschaftliche Daten zum Cluster Kommunikation, Medien und Kulturwirtschaft
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Lesen Sie auch

  • Projekt Ko-RFID an der HU Berlin
  • http://inka.fhtw-berlin.de/Poseidon/
  • IT-Standortstrategie

 


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