Hintergrund vernetztes Leben
Der wachsende Einsatz von Informations-und Kommunikationstechnik im täglichen Leben, in der Wohnumgebung wie in der Arbeitswelt – kurz IKT@AL, wird in einem neuen Handlungsfeld bearbeitet, um eine intuitivere Nutzung und übergreifende Standardisierung von Unterhaltungselektronik, Computer, Gebäudetechnik und Haushaltsgeräten zu erreichen. Der Siegeszug des Internets in den vergangenen 15 Jahren und der Ausbau des Mobilfunks führten zu einer immer stärkeren Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit IT. Die bisher eingesetzten Geräte und Systeme sind jedoch heterogen und weisen höchst unterschiedliche Bedienkonzepte auf.
Mehr Lebensqualität durch IKT
Unser Ziel ist, den vordergründigen Einsatz in Lebensbereichen wie Gesundheit- und Pflege und bei Assistenzsystemen für selbstbestimmtes Leben einer breiteren Anwendung in allen Lebensbereichen zuzuführen und dem sozial vernetzen Leben eine technische Plattform zu bieten. Gute Ansätze sind bereits durch das im Rahmen des Technologiewettbewerbs „Next Generation Media“ des Bundeswirtschaftsministeriums geförderte Projekt „SerCHo“ entstanden. Auf der Agenda des Folgeprojekts „IZ Connected Living“ (ebenfalls geführt durch das DAI-Labor der TUB) steht vor allem die erfolgreiche Markteinführung vernetzter und konvergenter Systeme aufbauend auf Erfahrungen aus SerCHo. Ebenfalls ganz vorn sind die Schaffung neuer Märkte durch branchenübergreifende Geschäftsentwicklung für vernetzte Dienste im Haus unter Einbeziehung von KMU. Parallel dazu ist der Verein Connected Living gegründet worden. Er versteht sich als Anlaufstelle für Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich mit der Heimvernetzung und -automation beschäftigen und will die Entwicklung auf diesem Gebiet vorantreiben. Der Ballungsraum Berlin verfügt über einen großen Markt von potenziellen Anwendern moderner Assistenzsysteme. Dazu gehören die Wohnungsunternehmen, der Immobilienmarkt und Anbieter peripherer Dienste („Internet der Dinge“).
Handlungsfelder
Die TSB hat in einer Potenzialanalyse die Akteure der Hauptstadtregion zum Thema „IKT@AL – Vernetztes Leben“ identifiziert und Aktivitäten in folgenden Bereichen aufgenommen:
- Identifizierung und Ansprache der Berliner KMU, der Forschungseinrichtungen sowie der Verbände und Netzwerke auf dem Gebiet der intelligenten Assistenzsysteme
- Erstellung einer Roadmap für die weitere Ausgestaltung des Handlungsfeldes– Unterstützung/Moderation von Gesprächen zur Kooperation zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik
- Planung und Durchführung von Workshops zu entsprechenden Technologiethemen (z. B. Energy Harvesting, Standardisierung) und Geschäftsmodellen
- verstärkte Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit
Studie "Vernetztes Leben - Wirtschaft und Forschung in der Region Berlin" (pdf).
Gerade in der Wohn- und Lebensumgebung ist auf eine Balance zwischen angebotenen Diensten und Privatsphäre zu achten. Ein E-Wohnlabor soll die geeignete Testumgebung bieten, um den Umgang mit IT-gestützten Angeboten bei Sicherung der Privatsphäre zu untersuchen. Die Nutzerakzeptanz spielt hier eine entscheidende Rolle, um wirtschaftlich tragfähige Services zu entwickeln und anzubieten. Die Potenziale Berlins im Bereich des Produkt- und Interfacedesigns werden dazu einen wesentlichen Beitrag liefern.




