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Hintergrund Open Source/Open Standard in Berlin

Das Technologiefeld Open Source/Open Standards ist ein noch sehr junges Handlungsfeld im Rahmen des Masterplans IKT/Medien und fokussiert derzeit sehr stark das Thema Open Source Software (OSS).


Eine Untersuchung zeigt Stärken und Hemmnisse im Open Source-Markt auf

Als Grundlage für die gezielte Entwicklung des Themas Open Source Software in der Hauptstadtregion wurde im Herbst 2008 zunächst eine Potenzialanalyse von der TSB Innovationsagentur in Auftrag gegeben, die im Februar 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (http://tinyurl.com/39ovmde). Die Untersuchung zeigt, dass in Berlin rund 600 Unternehmen und Alleinunternehmer mit insgesamt 9.700 Beschäftigten im Umfeld von Open Source Software tätig sind. Allerdings sind mehr als 50 Prozent davon Alleinunternehmer und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten.


Vernetzung in Marketing und Vertrieb ist gefordert

Aus den Ergebnissen der Studie wurde außerdem die breitere Vernetzung von bestehenden OSS-Initiativen abgeleitet. Zahlreiche Unternehmen kooperieren zwar bereits in unterschiedlichen Verbänden und Netzwerken, aber ein geringeres Maß an Kooperationen wurde bei der Durchführung von gemeinsamen Marketing- und Vertriebsaktivitäten festgestellt. Diese Form der Kooperation ist aber umso erforderlicher, da immer größere und komplexere Lose bei den Ausschreibungen seitens der öffentlichen Stellen festgestellt werden. Um diese bearbeiten zu können, müssen insbesondere die kleineren Wirtschaftseinheiten in Berlin Partnerschaften eingehen. Entsprechende Vernetzungsaktivitäten sind inzwischen angestoßen und umgesetzt worden.


Berliner Netzwerke im Bereich Open Source Software

Ende 2009 hat sich ein Netzwerk aus fünf etablierten Open Source Unternehmen gegründet. Das Netzwerkmanagement hat die TSB Innovationsagentur übernommen. Mit der Marke open source berlin (www.opensourceberlin.de) haben sich die Gründungsunternehmen das Ziel gesetzt, die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit von OSS voranzutreiben und die Potenziale der Open-Source-Community in der Hauptstadt noch bekannter zu machen.

Gemeinsam mit dem Handlungsfeldmanagement lädt das Netzwerk open source berlin monatlich zu Treffen und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Interessierten aus dem OSS-Bereich ein (http://www.opensourceberlin.de/aktuelles/termine/). Regelmäßige Gäste sind auch die Unternehmen aus der Bürogemeinschaft Büro 2.0 (www.buero20.de) und aus dem newthinking Netzwerk (www.newthinking-store.de). Auch der regionale IT-Branchenverband SIBB e.V. (www.sibb.de) hat angekündigt, sich dieser offenen Plattform für den Erfahrungsaustausch und zur Stärkung des Einsatzes von Open Source anzuschließen. Interessenten können sich auf der Mailing-Liste für den Erfahrungsaustausch und die Einladung für die Netzwerktreffen eintragen, einzige Bedingung: Bitte mit Klarnamen eintragen www.opensourceberlin.de/members


Öffentlichkeitsarbeit für Open Source

Um das Thema Open Source Software auch in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, hat das Netzwerkmanagement schon früh angefangen entsprechende Events zu organisieren bzw. zu unterstützen. So wurde beispielsweise im Mai 2009 eine Pressefahrt mit Senator Harald Wolf organisiert, der sich an zwei verschiedenen Stellen über aktuelle Open Source Projekte informierte (http://tinyurl.com/39p43f6). Schon kurze Zeit später fand die erste Fachkonferenz zu Innovation und Offenheit in Berlin statt, die „Berlin Open“ (www.berlin-open.org).

Im Frühjahr 2010 präsentierten sich dann im Rahmen des BOSS-Day auf der CeBIT einige Unternehmen aus der Hauptstadt und informierten über ihre aktuelle Themen und Projekte zu Open Source (http://cebit.die-messe.net/boss-day.html). Und auch bei dieser Gelegenheit gab Senator Harald Wolf im Rahmen einer Podiumsdiskussion und in einem Interview seine Einschätzung zum Potenzial von Open Source für die Hauptstadtregion wieder.


Android und Co. begeistert die Berliner Entwicklergemeinde

Nicht erst seit November 2009, als in Berlin die weltweit erste Droidcon (www.droidcon.de) stattfand, ist eine große Dynamik bei den Entwicklern für mobile Betriebssysteme in der Hauptstadtregion festzustellen. Auch hier unterstützt das Handlungsfeldmanagement die Veranstalter der Droidcon beispielsweise durch die Organisation einer Kooperationsbörse für den Technologietransfer und vermittelte regionalen Entwicklern Kontakte zu internationalen OEMs im Mobilfunkbereich.


Der Desktop Summit kommt nach Berlin

Wenn die beiden Entwicklerkonferenzen der größten freien Desktop-Systeme, KDE und GNOME gemeinsam tagen, dann ist das der Desktop Summit (www.desktopsummit.org/). Insbesondere dank der Unterstützung der Wirtschaftsverwaltung und der TSB Innovationsagentur Berlin ist es gelungen, diese Doppelkonferenz im August 2011 nach Berlin zu holen. Dabei soll der „Berlin Desktop Summit 2011“ mit über 1.000 Teilnehmern aus 50 Ländern die bisher größte Konferenz ihrer Art werden (http://tinyurl.com/2fazpzz).


Fazit und Ausblick

Das Handlungsfeld Open Source/Open Standards verfolgt das Ziel, die Voraussetzungen für den verstärkten Einsatz von Open Source Software in den Unternehmen und bei öffentlichen Stellen durch die gezielte Vernetzung der OSS-Wirtschaft und Zusammenarbeit mit entsprechenden Forschungseinrichtungen weiter voranzutreiben; bereits etablierte Netzwerke und Plattformen sollen gestärkt und zusammengeführt werden. Um den Dialog und die Kooperation der Open Source Anbieter untereinander zu verbessern wird auch über eine räumliche Verstetigung der Aktivitäten nachgedacht. Mit einem „Open Source Haus“ könnten die Unternehmen und freischaffenden Open Source Entwickler und Dienstleister räumlich verortet und ihre Marktposition dadurch sichtbar gestärkt werden. In mehreren Veranstaltungen im Jahr 2011 soll die Leistungsfähigkeit und flexible Anpassung von Open Source Software auf spezifische Kundenanforderungen dargestellt werden. Dabei werden entsprechende Anwenderbranchen über bereits erprobte Lösungen aus dem Open Source Bereich informiert und bei der Gelegenheit zum Networking Erfahrungen ausgetauscht.


Die Dachmarke open it berlin – Berliner Netzwerk für freie IT ist seit September 2011 unter http://www.open-it-berlin.de erreichbar. Die Marke dient Berliner Akteuren im Bereich Open Source, Open Hardware und Open Standards/Interoperabilität als gemeinsames Dach, um ihre Aktivitäten zu bündeln und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Auch Schnittstellen zu anderen "Open-Feldern" wie z.B. Open Data, Open Content und Open Design sind erwünscht. open it berlin ist ein Projekt für Open-IT-Akteure von Open-IT-Akteuren. Zu den Akteuren gehören bereits Open Source Berlin, JBB Rechtsanwälte, Free Software Foundation Europe, Juergen Neumann, LinuxTag, BB-ONE.net, newthinking communications GmbH, Christian Hartmann, betterFORM Projekt und run-Software.


Mit der Schwerpunktsetzung Open Source Software im Rahmen der IT-Strategie des Landes Berlin sollte es gelingen, die Hauptstadtregion in den nächsten fünf Jahren national und international zu einem führenden Standort im Bereich der Open Source Software zu positionieren.  


Fazit und Ausblick

Das Handlungsfeld Open Source/Open Standards verfolgt das Ziel, die Voraussetzungen für den verstärkten Einsatz von Open Source Software in den Unternehmen und bei öffentlichen Stellen durch die gezielte Vernetzung der OSS-Wirtschaft und Zusammenarbeit mit entsprechenden Forschungseinrichtungen weiter voranzutreiben; bereits etablierte Netzwerke und Plattformen sollen gestärkt und zusammengeführt werden. Um den Dialog und die Kooperation der Open Source Anbieter untereinander zu verbessern wird auch über eine räumliche Verstetigung der Aktivitäten nachgedacht. Mit einem „Open Source Haus“ könnten die Unternehmen und freischaffenden Open Source Entwickler und Dienstleister räumlich verortet und ihre Marktposition dadurch sichtbar gestärkt werden. In mehreren Veranstaltungen im Jahr 2011 soll die Leistungsfähigkeit und flexible Anpassung von Open Source Software auf spezifische Kundenanforderungen dargestellt werden. Dabei werden entsprechende Anwenderbranchen über bereits erprobte Lösungen aus dem Open Source Bereich informiert und bei der Gelegenheit zum Networking Erfahrungen ausgetauscht.



Die Dachmarke für das Handlungsfeld Open Source/Open Standards im Rahmen der Landesinitiative "Projekt Zukunft" befindet sich in Vorbereitung und soll Ende Juli 2011 mit  Markennamen und Logo sowie einer eigenen Website und weiteren Kommunikationskanälen (Print, Veranstaltungsformaten) gelauncht werden.  Ein Preview ist bereits jetzt unter http://www.open-it-berlin.de/ möglich.



Mit der Schwerpunktsetzung Open Source Software im Rahmen der IT-Strategie des Landes Berlin sollte es gelingen, die Hauptstadtregion in den nächsten fünf Jahren national und international zu einem führenden Standort im Bereich der Open Source Software zu positionieren.  



Weiterführende Links:  

http://www.ifross.org/

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/software-zum-mitmachen/1508220.html

http://www.zdnet.de/it_business_technik_berlin_ist_jetzt_auch_open_source_hauptstadt_story-11000009-41004166-1.htm

http://www.kooperation-international.de/namibia/themes/info/detail/data/41950/backpid/15/?PHPSESSID=8a7df1527feb70dbd4ab16e8ae8efb53

http://www.linux-magazin.de/NEWS/Video-Senator-Harald-Wolf-ueber-Open-Source-in-Berlin

Die Videomitschnitte vom BOSS-Day: http://www.bb-one.net/boss-day.html

http://www.pro-linux.de/news/1/15983/desktop-summit-2011-in-berlin.html

kdenews.org/2010/07/30/desktop-summit-2011-announced

http://www.desktopsummit.org/



Kontakt

Michael Pemp
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
E-Mail
Michael Stamm
TSB Innovationsagentur Berlin
E-Mail

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