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Handlungsfeld E-Government

Die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung mit Hilfe von Informationstechnologie war bereits zu Beginn der Landesinitiative „Projekt Zukunft“ 1997 eines der Themen, die in einem Aktionsfeld aufgegriffen wurden. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung des damaligen Innenstaatssekretärs hieß „Verwaltung interaktiv“ – der amerikanische Terminus E-Government war damals noch nicht üblich. In dieser Arbeitsgruppe wurden Projekte diskutiert und vorbereitet, die heute Standard in der elektronischen Kommunikation der Verwaltung sind. Seit 1998 ist das Stadtportal Berlin.de die zentrale Plattform für die Außendarstellung der Stadt und für die digitale Kommunikation mit der Verwaltung.


Service Stadt Berlin für eine bürgernahe Verwaltung

Das Online-Angebot wird im Rahmen des E-Government-Programms „Service-Stadt Berlin“ seit 2007 weiter ausgebaut. In über hundert Einzelprojekten aller Verwaltungen werden neue elektronische Dienste für die Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und Investoren wie für Touristen entwickelt und erprobt. Ziel ist es, die Lebensqualität für die Menschen weiter zu verbessern, den Unternehmen ein attraktives Umfeld zu bieten und Verwaltungsbürokratie abzubauen.


E-Government

Das Internet stellt einen immer bedeutsameren Kommunikationskanal dar, wie die Einstiegsseite für den einheitlichen Ansprechpartner zur EU-Dienstleitungsrichtlinie ausweist. Das Telefon wird aber weiterhin ein unverzichtbares Kommunikations-instrument bleiben. Daher baut Berlin dieses Angebot im Rahmen des Regelbetriebs der bundeseinheitlichen Behördenrufnummer 115 aus. Basis für die Arbeit der CallCenter-Agenten ist eine wissensbasierte Datenbank zu allen Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen. In zahlreichen Projekten wird an der Befüllung dieser gemeinsamen Informationsbasis gearbeitet, die auch zentrale Datenquelle für die Internetangebote ist.


Neue Online Services für die Berliner Wirtschaft

Nachdem in den letzten Jahren der Onlinezugriff auf das Handelsregister und das Gewerberegister eingerichtet wurde, wird jetzt an Verfahren für die elektronische Baugenehmigung oder das Kfz-Register gearbeitet. Gemeinsam mit den großen Ver- und Entsorgern befindet sich die „eStrasse“-Plattform in der Umsetzung. Das Wirtschaftsportal auf Berlin.de greift diese Angebote auf und stellt sie auf einer kundenorientierten Plattform bereit. Der Wirtschaftsführer umfasst heute bereits mehr als 270 Verweise und erleichtert so die Navigation durch die Verwaltungsangebote. Um dieses Angebot zu erweitern wurden in einem Projekt mit zahlreichen Amtsbereichen den fünf Bezirksämtern weitere 80 Leistungen gemeinsam beschrieben und für den Dienstleistungskatalog mit allen notwendigen Angaben aufbereitet. Diese harmonisierten Datensätze werden bereits von vielen Ämtern verwendet und helfen beim Telefonservice 115 sowie dem Einheitlichen Ansprechpartner nach EU-Dienstleistungsrichtlinie.


Open Data - Open Government -bundesweit erstes Portal

Neu ist das Thema "OpenGovernment/Open Data", das die Transparenz von Regierungshandeln und die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger stärkt. Die Bereitstellung von Informationen und Daten über das Internet ist eine Bereicherung des demokratischen Instrumentariums, stärkt das Vertrauen in die Politik und eröffnet neue Geschäftsfelder für die Branche. Dazu wurde am 14. September 2011 das Berliner Datenportal freigeschaltet. Damit verfügt die Hauptstadt als erste Stadt in Deutschland über ein Portal für frei verfügbare Datenbestände der öffentlichen Hand. Zum Open Data Portal>>


Berlin ist E-Government Testbed

Für die regionale IT-Wirtschaft stellt die deutsche Hauptstadt einen interessanten Nachfragemarkt dar. Mit Bundes-, Landes- und Bezirksbehörden sind alle drei föderalen Ebenen in Berlin vertreten. Daneben befinden sich in der Hauptstadt die Vertretungen der Europäischen Union, aller anderen Bundesländer, die Botschaften von mehr als 140 Staaten, die Hauptsitze der großen Industrieverbände sowie Parteien und Gewerkschaften. Daher haben die großen Beratungsunternehmen wie Bearing Point, Cap Gemini oder PwC hier ihre Filiale, ebenso Systemhäuser wie SAP, T-Systems, Microsoft, SAG oder IBM. Dieses Spektrum wird durch zahlreiche kleine und mittelständische IT-Firmen ergänzt, die über Berlin hinaus ihre Lösungen anbieten. Hierzu zählen u. a. EITCO, init oder infopark.
Der Softwareverband SIBB e.V. vertritt ihre Interessen, das GA-Netzwerk „Amt24“ gestaltet die Außendarstellung der Anbieter in diesem Markt. Der Rahmenvertrag mit dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin ist Ausdruck des Vertrauens in die Leistungsfähigkeit der regionalen Unternehmen. Auf Seiten der Forschung ist neben dem Institute of Electronic Business das E-Government-Labor am Fraunhofer-Institut FOKUS zu nennen, an dem Fragen der Interoperabilität mit Partnern aus der Praxis bearbeitet werden.


Berlin hat sich mit den Verwaltungsmessen „Effizienter Staat“ und „Moderner Staat“ neben der CeBIT zu einem zentralen Messe- und Kongressplatz im E-Government-Markt entwickelt.


Forschung

  • Institute of Electronic Business mit Seminar E-Government (UdK Berlin)
  • Fraunhofer-Gesellschaft-Berlin, E-Government-Zentrum
  • Fraunhofer Institut FOKUS, E-Government Labor
  • Verwaltungswissenschaft am Institut für Sozialwissenschaften (HU Berlin)
  • Hochschule für Wirtschaft und Recht

Kontakt

Dr. Wolfgang Both
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
E-Mail

Neue Standortinformation

Berliner Open Data-Strategie

Dateien:

pdf (6.0 MB)

Wirtschaftsdaten

Wirtschaftliche Daten zum Cluster Kommunikation, Medien und Kulturwirtschaft
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    Ziele der e-Government-Entwicklung
  • Fraunhofer FOKUS: eGovernment Labor
  • Projekt Mobile Bürgerdienste (MoBÜD)
  • IT-Dienstleistungszentrum ITDZ Berlin
  • Institute of electronic Business (ieb)

 


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