Tötungsdelikt Karsten Lorenz

Polizeimeldung vom 04.12.2015
15.02.2013

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Pankow/Lichtenberg und Land Brandenburg
Nr. 3011

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Fundort Fahrrad
Bild: GeoBasis-DE/LGB 2015

Wie bereits berichtet, wurden in Brandenburg auf einem Feld zwischen den Ortschaften Seefeld und Werneuchen in der Nähe der B 158 durch eine Spaziergängerin menschliche Überreste gefunden. Diese konnten dem vermissten Berliner Karsten Lorenz zugeordnet werden. Der 50-jährige Lokführer hatte sich am 15. Februar 2013 kurz vor Mitternacht mit seinem Fahrrad auf den Nachhauseweg vom Bahnhof Lichtenberg nach Berlin-Heinersdorf begeben, kam dort nicht an und verschwand spurlos.

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Bild: Polizei Berlin

Der Fund des Skeletts brachte nunmehr Klarheit darüber, dass Karsten Lorenz nicht mehr am Leben ist. Bislang konnte nicht abschließend geklärt werden, ob er einen Suizid begangen hat oder Opfer eines Tötungsdelikts wurde. So ist auch der Verbleib seines Fahrrades unbekannt. Es handelt sich dabei um ein schwarzes 28er Herren-Trekking-Bike der Marke „Stevens“.

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Hölzerne Figurengruppe
Bild: Polizei Berlin

Zeugen hatten im März 2015 in der Nähe des späteren Fundorts des Leichnams ein schwarzes, hochwertig erscheinendes Fahrrad gefunden und es an die circa vier Meter hohe hölzerne Figurengruppe auf dem Pilgerweg zwischen Werneuchen und Bernau abgestellt. In den folgenden Wochen wurden nach und nach Teile des Rades durch unbekannte Personen abgebaut und schließlich der verbliebene Fahrradrahmen entfernt.

Meldung Nr. 2829 vom 12. November 2015 – Vermisster tot aufgefunden
Einen schaurigen Fund machte am Samstagnachmittag, den 3. Oktober 2015 eine Spaziergängerin auf einem Feld in Brandenburg, nahe der Bundesstraße B 158 in Richtung Bernau. Dort entdeckte die Frau kurz nach 15 Uhr die sterblichen Überreste eines Mannes und alarmierte die Polizei. Die Ermittlungen übernahmen die örtlich zuständige Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft aus Frankfurt/Oder. Vorgestern lag das Ergebnis der DNA-Untersuchung vor, es handelt sich bei den gefundenen menschlichen Überresten eindeutig um den damals 50-jährigen Berliner, der seit dem 15. Februar 2013 vermisst wurde. Da die Umstände des Todes nicht geklärt sind, werden die Ermittlungen fortgesetzt.

Zeugenaufruf Nr. 0610 vom 5. März 2013 – Nach Arbeitsende verschwunden – Polizei bittet um Mithilfe
Seit den späten Abendstunden des 15. Februar 2013 wird ein 50-jähriger Mann vermisst. Mit der Veröffentlichung von Bildern erhoffte sich die Polizei Berlin Hinweise auf den Verbleib des Heinersdorfers. Der Lokführer hatte am Freitag, den 15. Februar 2013, gegen 23.10 Uhr seinen Triebwagen am Bahnhof Lichtenberg an die Folgeschicht übergeben und seine Arbeit beendet. Seitdem fehlte von ihm, seinem Fahrrad und persönlichen Gegenständen jede Spur.
Es ist davon auszugehen, dass er sich, wie sonst auch, in das nahegelegene Service-Büro in der Eitelstraße in Rummelsburg begab, sich dort umzog und mit seinem Fahrrad den Heimweg antrat. Zwischen 23.20 Uhr und 23.50 Uhr verliert sich die Spur des Gesuchten, der sich aufgrund seiner sportlichen Fahrweise bereits in der Umgebung des Rosenfelder Rings in Friedrichsfelde bzw. der Rhinstraße in Alt-Hohenschönhausen befunden haben muss.