Informationsveranstaltung über mögliche gesundheitliche Risiken beim Schießtraining

Polizeimeldung vom 06.07.2016

Gemeinsame Meldung Polizei Berlin und Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Nr. 1733
Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Charité Universitätsmedizin Berlin und des Polizeipräsidenten in Berlin wurden heute Nachmittag rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei in der Charité in Mitte über medizinische Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Inhalation von Schießpulverdampf informiert. Teilnehmer waren u.a. Innensenator Frank Henkel, der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Karl Max Einhäupl, Polizeipräsident Klaus Kandt und der Pneumologe Prof. Dr. Witt.

Zur Veranstaltung waren insbesondere Schießtrainerinnen und Schießtrainer, die regelmäßig auf Schießstätten eingesetzt sind oder waren sowie deren Vorgesetzte, die zuständigen Personalvertretungen und die in der Polizei vertretenen Gewerkschaften eingeladen.

Senator Frank Henkel: „Die Betroffenen haben Anspruch, dass ihre Anliegen und Fragen ernst genommen werden. Das tun wir. Dazu diente auch die heutige Informationsveranstaltung. Es freut mich, dass wir Prof. Witt und die Charité als weltweit anerkannten Forschungsstandort gewinnen konnten, uns bei den Untersuchungen zu unterstützen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Aufklärung weitergeführt wird und die drängenden Fragen der Betroffenen beantwortet werden “

Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Karl Max Einhäupl: „Die Charité kommt gerne der Bitte des Innensenators und des Polizeipräsidenten nach, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Polizei bei der Lösung der gesundheitlichen Probleme zu unterstützen, die von den Betroffenen in einem Zusammenhang mit den Schießübungen gesehen werden. Darüber hinaus wird die Charité alle Anstrengungen unternehmen, mit wissenschaftlichen Methoden zu klären, inwieweit die Beschwerden der Betroffenen kausal durch die Exposition an den Schießstätten bedingt sind.“

Polizeipräsident Klaus Kandt: „Die Gesundheit meiner Kolleginnen und Kollegen hat für mich oberste Priorität. Deshalb werde ich alle Möglichkeiten zur notwendigen Aufklärung nutzen, die die Behörde bietet und externe Hilfe immer dann in Anspruch nehmen, wenn sie uns bei der Beantwortung der wichtigsten Fragen weiterhelfen kann.“

In der letzten Zeit waren, teilweise erhebliche Unsicherheiten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Gesundheitsgefahren entstanden, die sich möglicherweise aus einer regelmäßigen Inhalation von Schießpulverdampf auf Schießstätten ergeben könnten.

Im nächsten Schritt soll Prof. Witt weitere Untersuchungen durchführen. Die Untersuchungen und Bewertung der Ergebnisse sollen durch ein medizinisches Expertenteam begleitet werden.

Mit den weiteren Untersuchungen sollen gleichermaßen Unsicherheiten, Ängste und Sorgen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verringert als auch Hinweise auf etwaige weitere Schutzerfordernisse beim Schießtraining gewonnen werden.