Nach versuchtem Tötungsdelikt festgenommen - Zusammenhänge zu weiteren Taten werden geprüft

Polizeimeldung vom 23.03.2016
Friedrichshain - Kreuzberg

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0775
Nach Hinweisen von Securitymitarbeitern nach einem versuchten Tötungsdelikt in Kreuzberg haben Polizisten am Montagabend einen 25-Jährigen festgenommen. Er wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt und erhielt einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung.
Am Sonntag, den 20. März 2016, entdeckte eine Zeugin gegen 11 Uhr im Treppenflur des Parkhauses am Hermannplatz einen schwer verletzten Rollstuhlfahrer und alarmierte die Feuerwehr. Der 54-jährige Obdachlose kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zunächst wurde von einem Unfall ausgegangen, die behandelnden Ärzte stellten jedoch bei den Untersuchungen mehrere Stichverletzungen sowie Frakturen des Schädels fest und alarmierten die Polizei.
Die anschließenden Ermittlungen sowie die Auswertung von Videomaterial führten die Beamten der 4. Mordkommission schließlich zu einem 25-Jährigen, der kein Unbekannter bei der Polizei ist. Er hatte nach derzeitigen Erkenntnissen sein Opfer am Tattag gegen 2.45 Uhr mit einem Messer bedroht, aus dem Rollstuhl geworfen und nach Durchsuchung der Bekleidung und des Rollstuhls mehrfach mit Stichen und massiven Kopftritten malträtiert.
Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der Tatverdächtige möglicherweise für weitere Straftaten verantwortlich ist. Demnach könnte er auch derjenige sein, der bereits am 13. März 2016 einer Frau im selben Parkhaus die Tasche raubte und sie dabei mit einem Messer schwer verletzte.

Erstmeldung Nr. 0691 vom 14. März 2016: Schwerer Raub
Gestern Nachmittag wurde eine Frau von einem Räuber in Kreuzberg schwer verletzt und kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Ersten Ermittlungen zufolge sei die 28-Jährige gegen 15 Uhr in einem Fahrstuhl auf dem Weg in ein Sportstudio in der Straße Hasenheide plötzlich von einem Unbekannten tätlich angegriffen und zur Herausgabe ihrer Wertgegenstände aufgefordert worden. Sie habe laut um Hilfe geschrien und versucht, den Täter aus dem Fahrstuhl zu drängen. Daraufhin soll ihr der Mann, vermutlich mit einem Messer, Schnittverletzungen am Hals zugefügt und die Tasche des Opfers entwendet haben. Anschließend gelang dem Räuber unerkannt die Flucht. Die Frau ging in das nahegelegene Sportstudio und bekam dort Hilfe. Die Kriminalpolizei der Direktion 5 ermittelt nun wegen schweren Raubes.