Nach Raubmord in Hakenfelde - Mordkommission bittet erneut um Mithilfe

Polizeimeldung vom 06.10.2016
Spandau

Nr. 2487
Zu einem Raubmord in Hakenfelde, der sich am 29. Februar 2016 ereignet hatte, sucht die ermittelnde Mordkommission weiterhin nach Zeugen.
Mindestens zwei bisher noch unbekannte Täter hatten den 89-jährigen Siegfried Walischewski damals in seiner Wohnung im Kulbeweg überfallen und hierbei so schwer verletzt, dass der Mann am Folgetag seinen Verletzungen erlag. Vermutlich hatten die beiden Täter, die in der Wohnung agierten, noch einen Komplizen, der sich während der Tatbegehung in der Nähe aufhielt.

Die Täter hatten nach den bisherigen Erkenntnissen gegen 16 Uhr an der Wohnungstür geklingelt, waren nach dem Öffnen gewaltsam in die Wohnung eingedrungen und hatten den Senior sowie dessen 52 Jahre alte Haushaltshilfe gefesselt und geknebelt und massiv auf beide eingeschlagen. Eine Nachbarin hatte die beiden Gefesselten gegen 19 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Inzwischen ist klar, dass die Männer bei der Tat einen höheren Geldbetrag sowie eine alte Pistole P 08 aus der Produktionszeit des Ersten Weltkrieges erbeuteten.

Am Freitag, den 26. Februar 2016, zwischen 15.30 und 16.30 Uhr, hatten Zeugen bereits einen Unbekannten in DHL-Kleidung bemerkt, der eine Paketzustellung für das spätere Opfer vorgegeben hatte. Ein ähnlich gekleideter Mann war auch am Tattag in der Nähe der Wohnung gesehen worden.

Die Polizei fragt:

  • Wer kannte den 89-jährigen Rentner Siegfried Walischewski und kann Angaben zu ihm und seinem Umfeld machen?
  • Wer kann Angaben zu einem männlichen Tätertrio machen, bei dem ein sehr großer Mann um 185 cm mit gelb-roter Weste als falscher Paket-/Briefbote auftritt?
  • Wer kennt Personen, die seit Anfang März 2016 plötzlich im Besitz einer solchen Schusswaffe P 08 sind?
  • Wem wurde möglicherweise eine solche Waffe angeboten oder übergeben?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 444 oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden. Auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist möglich.

Für Hinweise zur Gewinnung von Beweismitteln, durch die der oder die Täter überführt werden können, hat die Die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung bis zu 5.000,- Euro (fünftausend) ausgesetzt.
Die Belohnung ist ausschließlich für Personen aus der Bevölkerung bestimmt, nicht für solche, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Personen, die an der Tat beteiligt waren, sind von einer Zuteilung ausgeschlossen. Die Verteilung der Belohnung findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

Erstmeldung Nr. 0574 vom 1. März 2016: Brutaler Raubüberfall
Mindestens zwei Unbekannte haben am Montagnachmittag einen 89-Jährigen in dessen Wohnung in einem Seniorenwohnheim in Hakenfelde überfallen.
Die beiden Täter hatten gegen 16 Uhr an der Wohnungstür des Mannes im Kulbeweg geklingelt. Nach dem Öffnen drangen die Täter ein, fesselten und knebelten den betagten Herrn sowie dessen 52-jährige Haushaltshilfe und schlugen massiv auf beide ein. Die Männer durchsuchten die komplette Wohnung und verwüsteten dabei alles. Anschließend flüchteten sie- ob mit oder ohne Beute ist derzeit unklar. Eine Nachbarin fand die beiden Gefesselten gegen 19 Uhr und alarmierte die Polizei.
Der Mieter der Wohnung kam in ein Krankenhaus und erlag noch am Abend seinen Verletzungen. Die 52-Jährige erlitt einen Schock und wurde ambulant behandelt.
Am 26.02.2016 zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr beobachteten Zeugen einen Unbekannten in DHL-Kleidung, der eine Paketzustellung für das spätere Opfer vorgegeben hatte. Ein ähnlich gekleideter Mann war auch am Tattag in der Nähe der Wohnung gesehen worden.