Verletzte nach Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften

Polizeimeldung vom 26.02.2016
bezirksübergreifend

Treptow-Köpenick / Lichtenberg

Vier Leichtverletzte und ein Schwerverletzter sind das Ergebnis zweier Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften in Adlershof und Lichtenberg, die sich gestern Abend und in der vergangenen Nacht ereigneten.

Nr. 0538
Den bisherigen Ermittlungen zufolge kam es gegen 21.30 Uhr zu einer Rangelei vor einer Unterkunft in der Merlitzstraße zwischen rund 100 Personen. Anlass sei die Ankunft einer Gruppe von Flüchtlingen gewesen, die dort unterkommen sollten. Die Bewohner sollen sich mit den „Neuankömmlingen“ nicht einverstanden gezeigt haben, so dass es zu der Auseinandersetzung gekommen sei. Als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Streit beenden wollten, haben sich die Angriffe gegen diese gerichtet. Dabei erlitt ein Mitarbeiter durch einen Faustschlag eine Gesichtsverletzung, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurde. Die alarmierten Polizisten nahmen drei Heimbewohner im Alter von 20, 22 und 24 Jahren vorläufig fest. Die drei Männer wurden nach erkennungsdienstlichen Behandlungen wieder entlassen. Eine nach ihren Angaben unbeteiligte schwangere 17-jährige Bewohnerin sei bei der Rangelei gestoßen worden und kam mit Schmerzen im Unterleib zur ambulanten Behandlung ebenfalls in eine Klinik.

Nr. 0539
Kurz nach Mitternacht alarmierten Sicherheitsbedienstete einer Unterkunft in der Treskowallee die Polizei, nachdem rund 40 Heimbewohner unter anderem mit Holzlatten und Kanthölzern auf diese losgegangen sein sollen. Als die Mitarbeiter einem stark alkoholisierten Flüchtling den Zutritt verweigerten, sei es zu der Auseinandersetzung gekommen, bei der der 32-jährige Heimleiter Gesichtsfrakturen erlitt und zur stationären Behandlung in eine Klinik kam. Der 21-jährige Tatverdächtige hat das Kantholz dann auf die eintreffenden Diensthundführer geworfen. Durch den Biss eines Hundes wurde der Mann von weiteren Handlungen abgehalten. Die oberflächliche Wunde wurde anschließend ambulant behandelt und der Tatverdächtige nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Er muss sich nun wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Bei der Auseinandersetzung wurde ein 26-jähriger Flüchtling leicht verletzt und konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Er stellte Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Mitarbeiter der Unterkunft.