Die Hintergründe zu Diensthund Sam

Polizeimeldung vom 18.02.2016
bezirksübergreifend

Nr. 0471
In sozialen Medien wurde in den letzten Wochen viel über die Trennung des Diensthundes Sam von seinem früheren Diensthundführer diskutiert.
Wir möchten die Hintergründe darlegen, die zu der Entscheidung geführt haben, dem Hund einen neuen Partner zu geben.
Diensthunde werden sorgfältig ausgewählt und in einer teuren Ausbildung trainiert, um dann in den Dienstalltag integriert zu werden. Bei vielen Anlässen sind diese Hunde wichtige und unverzichtbare Partner im Einsatz. Ein begründeter Austausch der Diensthunde zwischen Diensthundführer/innen ist nichts Ungewöhnliches, schon oft praktiziert worden und hat sich bisher nicht nachteilig auf die Hunde ausgewirkt. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Hunde nicht über einen längeren Zeitraum inaktiv sind, da dies zu Leistungsverlusten führen kann.
Der Hund Sam wurde Mitte Januar einem anderen Kollegen übergeben und in dessen Familie schnell und gut integriert. Am Verhalten des Hundes nach dem Wechsel ist zu erkennen: er fühlt sich wohl.
In den Diskussionen wird auch die Frage aufgeworfen, warum der Diensthund nicht einfach abgekauft werden kann. Diese Option besteht für den Diensthundführer dann, wenn der Hund aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr eingesetzt werden kann. Dies kommt im vorliegenden Fall nicht in Betracht, da einerseits der Hund gesund und einsatzfähig ist und überdies Bedarf für andere Diensthundführer bestand.