Bandenmäßiger Betrug und bandenmäßige Urkundenfälschung

Polizeimeldung vom 09.02.2016
bezirksübergreifend

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0382
In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin wurde seit September 2015 durch den Zentralen Verkehrsdienst der Polizei Berlin ein Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßiger Urkundenfälschung und bandenmäßigen Betruges geführt. Hintergrund der Ermittlungen waren Erkenntnisse, dass aus einem Kfz-Zulassungsdienst in der Jüterboger Straße total gefälschte Kurzzeitkennzeichen mit zugehörigen gefälschten Fahrzeugscheinen und Versicherungskarten verkauft wurden. Im Zuge des Verfahrens wurden zwei straff organisierte Gruppierungen festgestellt, die in gegenseitiger Abhängigkeit die o.a. Straftaten im großen Umfang begangen haben sollen. Die erste Gruppierung soll unter dem Deckmantel des eingetragenen Zulassungsdienstes die gefälschten Kurzzeitkennzeichen verkauft und dabei ein ordnungsgemäßes Zulassungsverfahren mit bestehendem Versicherungsschutz vorgetäuscht haben.
Die Mittglieder der zweiten Gruppierung sollen auf Bestellung der ersten Gruppe die Kurzzeitkennzeichen und Fahrzeugscheine professionell gefälscht haben. Insgesamt sieben Verdächtige wurden im Zuge einer Übergabe von gefälschten Kurzzeitkennzeichen und gefälschten Versicherungsverträgen am 08.02.2016 festgenommen. Gegen die 22, 25, 27, 28, 38 und 51 Jahre alten Verdächtigen wurden Haftbefehle erlassen. Bei den Durchsuchungen von insgesamt zwölf Objekten entdeckten die Fahnder umfangreiches Beweismaterial, unter dem sich u.a. eine höhere Summe Bargeld befand.