Verletzte nach Randale bei einem Fußballbenefizspiel

Polizeimeldung vom 31.01.2016
Treptow - Köpenick

Nr. 0288
Statt friedlich ein Sportereignis zu genießen waren mehrere sogenannte „Fußballfans“ gestern Nachmittag in Köpenick offenbar eher aggressiv eingestellt. Vor dem Spiel auf dem Weg zum Stadion in der Straße An der Wuhlheide wurden aus einer Gruppe von mehreren hundert Heimfans immer wieder pyrotechnische Gegenstände gezündet. Teilweise vermummten sich Personen in dem Strom der Fans und skandierten immer wieder polizeifeindliche Sprechgesänge. Nach Angaben der eingesetzten Polizisten sollen die anwesenden Fanbeauftragten nicht auf das aggressive Verhalten reagiert haben und trotz mehrfachen Aufforderungen auf die Fußballanhänger einzuwirken, nicht aktiv geworden sein. Beim Erreichen des Stadions gegen 16 Uhr wurden Polizisten dann aus einer Gruppe von rund 250 Anhängern der Heimmannschaft massiv körperlich angegriffen. Die Beamten wehrten die Angriffe mittels körperlicher Gewalt ab und setzten auch Reizgas ein. Im Bereich des Hauptzugangs und der Kasse kam es immer wieder zu Flaschenwürfen auf Polizisten und zu körperlichen Angriffen auf die Beamten, die daraufhin erneut mehrfach Reizgas einsetzten. Insgesamt nahmen sie 18 „Fußballfans“ vorläufig fest und leiteten Strafermittlungsverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Widerstands, Beleidigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein. Insgesamt wurden bei dem Einsatz über 80 Personen verletzt, darunter nach derzeitigem Stand 21 Polizisten, ein Ordner, 26 Personen, die der aggressiven Gruppe von Fans zuzuordnen sind, und rund 40 andere Stadionbesucher.
Während der Schlussphase des Spiels stürzte eine Person im Gästefanblock von einem Geländer und musste von einem Notarzt in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Polizei war mit rund 300 Beamten im Einsatz.