Festnahme nach versuchten Taschendiebstählen

Polizeimeldung vom 23.01.2016

Mitte/Neukölln
Nr. 0218
In der vergangenen Nacht nahmen Zivilfahnder in Neukölln einen erfolglosen, mutmaßlichen Taschendieb vorläufig fest. Den Beamten war der Mann gegen 23.30 Uhr an der Friedrichstraße Ecke Leipziger Straße aufgefallen, als er aufgebracht mit einem unbekannten Mann im Gespräch war und an dem Handgelenk des Mannes herumhantierte, jedoch die Armbanduhr nicht an sich nehmen konnte. Anschließend konnten die Ermittler beobachten, wie der Verdächtige an verschiedene Männer, meist Ältere, die alleine unterwegs waren, herantrat, sie antanzte, Fußballtricks zeigte und „Shake-Hands“ mit ihnen machte. Dabei wollte er offenbar immer wieder an die Armbanduhren seiner Opfer gelangen, was erfolglos blieb. Am Gendarmenmarkt versuchte der Verdächtige dann, nachdem er ein Bein bei einem Passanten eingehakt hatte, diesem Mann die Geldbörse aus der Jackentasche zu stehlen. Der Bedrängte merkte den Diebstahl und hielt sein Portemonnaie fest, woraufhin sich der später Festgenommene entfernte und sich erneut anderen Männern zuwandte. Da auch diese Versuche erfolglos blieben, begab sich der mutmaßliche Dieb zum U-Bahnhof Stadtmitte fuhr mit der U2 zum Potsdamer Platz, fuhr wieder zurück, stieg dann in die U6 bis Mehringdamm, wechselte in die U7 und verließ dann am Hermannplatz den Zug. Ihm war ein Ermittler gefolgt, der weiter beobachten konnte, wie der Verdächtige immer wieder an Passanten herantrat und sie bedrängte, jedoch nie Beute machen konnte. Zeitgleich waren Unterstützungskräfte hinzugerufen worden, so dass der mutmaßliche Dieb am Hermannplatz festgenommen werden konnte. Die Fahnder brachten den 29-Jährigen zur Gefangenensammelstelle, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde und übergaben ihn im Anschluss den Ermittlern für Taschendiebstahlsdelikte beim Landeskriminalamt Berlin.