Buskontrollen der Verkehrsexperten bei der „Grünen Woche“

Polizeimeldung vom 22.01.2016
Charlottenburg - Wilmersdorf

Nr.0204
Viele Besucherinnen und Besucher der „Grünen Woche“ in Westend reisen aus dem ganzen Bundesgebiet mit Reisebussen an. Der Zentrale Verkehrsdienst der Polizei Berlin überprüfte die in großer Anzahl nach Berlin kommenden Reisebusse vom 18. Januar bis zum 21. Januar. Besonders schauten die Beamten hierbei auf die Einhaltung des absoluten Alkoholverbotes für Busfahrer und den technischen Zustand der Fahrzeuge. Insgesamt kontrollierten die Polizisten in diesem Zeitraum 42 Reisebusse. Davon beanstandeten sie 20 Fahrzeuge wegen technischer Mängel. Zwei Busse stellten die Experten für die Erstellung technischer Gutachten sicher. Sie fanden Unzulänglichkeiten hauptsächlich bei Bremsanlagen, massive Ölverluste (die eine Erhöhung der Brandgefahr beinhalten) und Durchrostungen an Fahrzeugrahmen sowie Auspuffanlagen.
Gestern erwies sich ein 57-jähriger sächsischer Busunternehmer anscheinend als unbelehrbar. Bereits am 19. Januar unterzogen die Verkehrspolizisten den Bus des Unternehmers einer technischen Kontrolle. Hierbei stellten sie zahlreiche Mängel fest, ordneten die unverzügliche Reparatur in einer Fachwerkstatt an und drohten für den Fall, dass die Mängel nicht beseitig würden, mit der Betriebsuntersagung des Fahrzeuges. Nunmehr stellten zwei Polizeibeamte diesen Bus erneut am Messegelände fest. Die bereits am 19. Januar festgestellten Mängel waren immer noch nicht behoben. Inzwischen waren weitere Mängel an der Bremsanlage hinzugekommen. Das ABS-System des Reisebusses war augenscheinlich defekt und die dafür vorgesehene Kontrollleuchte in der Fahrerkabine mit Klebeband verdeckt. Die Beamten stellten deshalb das Fahrzeug für ein technisches Gutachten sicher. Diesmal mussten die Fahrgäste mit einem Ersatzbus ihre Heimreise antreten. Bußgeldverfahren gegen den Fahrer und Halter wurden eingeleitet. Die Ermittlungen zum technischen Zustand dauern an.