Bedrohung mit Messer

Polizeimeldung vom 15.01.2016
Mitte

Nr. 0139
Bei dem Versuch, gestern Abend einen Haftbefehl in Moabit zu vollstrecken, wurden Polizisten der 12. Einsatzhundertschaft bedroht und beleidigt. Kurz vor 21 Uhr klingelten die Beamten an der Wohnungstür einer 54-jährigen Frau in der Lübecker Straße und wurden von ihr herein gebeten. In der Wohnung trafen sie einen Mann an, der dem Gesuchten sehr ähnlich sah. Als der Mann aufgefordert wurde sich auszuweisen, habe er sofort aggressiv reagiert, die Polizisten von sich weggestoßen und sie beleidigt. Auch die Wohnungsinhaberin soll dann die Beamten mehrfach beleidigt haben. Als dem 47-Jährigen Handfesseln angelegt wurden, habe er sich weiterhin heftig gewehrt. Die Überprüfung seines Ausweises ergab, dass der Mann nicht der mit Haftbefehl Gesuchte war. Als die Beamten die Handfesseln wieder abgenommen hatten und gerade dabei waren, die Wohnung zu verlassen, soll der Mann erneut in Rage geraten sein, weil sein Kugelschreiber versagte, als er sich die Rückennummern der Beamten notieren wollte. Er habe sich plötzlich aus dem Spülbecken ein Fleischermesser gegriffen und ging in drohender Haltung auf die Polizisten zu. Mit der Androhung, von der Dienstwaffe Gebrauch zu machen, forderten die Beamten den Angreifer auf, das Messer wegzulegen. Er folgte der Aufforderung und ließ das Messer fallen, welches die Polizisten beschlagnahmten. Die weiteren Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands übernahm die Kriminalpolizei der Direktion 3.