Männer fremdenfeindlich beleidigt und mit Schwert bedroht

Polizeimeldung vom 17.05.2015
Charlottenburg - Wilmersdorf

Nr. 1193
In der vergangenen Nacht beleidigte ein Mann in Westend drei Männer fremdenfeindlich und bedrohte sie mit einem Schwert. Nach bisherigen Ermittlungen soll der offenbar Alkoholisierte gegen 0.30 Uhr in den Innenhof eines Wohnheims in der Soorstraße gegangen sein und beschimpfte dort drei Männer im Alter von 20, 24 und 29 Jahren aufgrund ihrer Herkunft. Gleichzeitig hatte der Pöbler ein Samurai Schwert in der Hand, bedrohte damit die Männer und drückte es dann dem 20-Jährigen gegen die Brust, ohne ihn zu verletzen. Ein 43 Jahre alter Sicherheitsmitarbeiter des Heims bemerkte das Geschehen, nahm sich einen Mülltonnendeckel zum Schutz und eilte den Männern zu Hilfe. Der Unbekannte drehte sich daraufhin zum Helfer und stieß das Schwert in seine Richtung. Der 43-Jährige konnte die Stichbewegung mit Hilfe des Deckels abwehren, lief dann schutzsuchend in das Heim zurück und alarmierte die Polizei. Nunmehr richtete der Angreifer sein Schwert wieder auf den 20-Jährigen und hielt es ihm an den Hals. Reflexartig griff der Bedrohte aus Angst nach der Klinge. Der Täter zog das Schwert weg und verletzte dabei den 20-Jährigen an der Hand. Anschließend ergriff der Angreifer die Flucht. Bevor er den Hof endgültig verließ, zog er eine Schusswaffe aus der Jacke, hielt diese in Richtung der Personen und lief dann davon. Der 20-Jährige hatte eine Schnittverletzung an der Hand erlitten und konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die anderen beiden blieben unverletzt. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.